Guten Tag,
Fleischskandal, Veganwelle, Imageprobleme: Wie kommt da ein Fleischverarbeiter durch die Krise? Der Malbuner-Chef zeigt es: Erstaunlich gut.
Systemrelevant: Weil die Lebensmittelbranche als lebensnotwendige Industrie gilt, konnte Alexander Ospelt seine Produktion aufrechterhalten.
Sebastian Magnani / 13 PhotoDer Hauptsitz des Lebensmittelproduzenten Ospelt im liechtensteinischen Bendern. Die Empfangsdame sitzt hinter Plexiglas, die Auflagen sind streng: Fragebogen, Fiebermessen, Maske. Alexander Ospelt, ebenfalls maskiert, holt uns ab und führt uns in den dritten Stock – via Treppenhaus, denn der Lift ist nur für zwei Personen zugelassen. «Wir haben hier schon beim ersten Fall in der Schweiz sehr strenge Massnahmen erlassen», betont der Malbuner-Chef.
Wie lief das Homeoffice?
Wir waren erstaunlich gut eingerichtet. Als es losging, haben wir hier in der Administration sofort umgestellt. Hier am Hauptsitz war etwa ein Drittel der Belegschaft vor Ort, der Rest arbeitete von zu Hause aus.
Die Fleischindustrie steht besonders im Fokus. Wie haben Sie reagiert?
Ich habe das Einfahrtstor zum Werksgelände an unserem Hauptsitz hier in Bendern zugemacht, denn ich wollte sicher sein, dass so wenig Aussenstehende wie möglich auf das Betriebsgelände kommen. Wir haben alle drei Fabrikläden geschlossen. Zudem haben wir sofort damit angefangen, bei allen Mitarbeitern, die zur Arbeit kamen, Fieber zu messen, und wir haben Schutzmasken auch in den Büros verordnet.
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