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Eigenmarken

Lidl contra Migros

Im Gegensatz zum orangen Riesen baut die Schwarz-Gruppe mit Lidl die Produktion von Eigenmarken stark aus.

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SCHWEIZ MIGROS BILANZ 2023
Migros-Chef Mario Irminger will Eigenmarken von Dritten im Ausland produzieren lassen. Das ist billiger. Keystone

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Migros-Chef Mario Irminger stutzt die hauseigenen Produktionsbetriebe zurecht. Der Kosmetik- und Reinigungsmittelhersteller Mibelle wird verkauft. JΓΌngst gab der Grossverteiler zudem die Schliessung verschiedener Milchbetriebe bekannt. An einem hohen Anteil von Eigenmarken hΓ€lt der Migros-Chef zwar fest, ja er will ihn laut Aussagen in der Β«SonntagsZeitungΒ» sogar erhΓΆhen. Doch statt von der eigenen Industrie will Irminger Eigenmarken wie das Β«HandyΒ»-SpΓΌlmittel oder das Β«TotalΒ»-Waschmittel bald von Dritten im Ausland billig produzieren lassen. Niedrigere Preise in den SupermΓ€rkten hat der Migros-CEO als obersten Leitsatz herausgegeben.
AuslΓ€ndische DetailhΓ€ndler gehen den umgekehrten Weg. Β«Schwarz baut Produktion ausΒ», titelte die Β«Lebensmittel ZeitungΒ» vor Kurzem. Zur deutschen Schwarz-Gruppe gehΓΆren Lidl und Kaufland. Von Kaffee bis zu Papier stellt das Unternehmen immer mehr Produkte selbst her. Der Umsatz der Produktionssparte stieg zuletzt um 26 Prozent. Der Discounter begrΓΌndet den Ausbau mit der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit. Bleibt zu hoffen, dass die Migros stets ausreichend Wasch- und Putzmittel im Ausland beschaffen kann.
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