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Lenovo X1 Fold: Der Trick mit dem Knick

Mit dem Lenovo X1 Fold kommen die faltbaren Bildschirme bei den Laptops an. Und machen wirklich Sinn.

Marc Kowalsky

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Lenovo prΓ€sentiert mit dem X1 Fold ein durchdachtes GerΓ€t, fΓΌr das es nur wegen eines kleinen Mankos Punktabzug gibt. Felice Bruno fΓΌr BILANZ

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Wenn Sie, was ich sehr hoffe, zu den regelmΓ€ssigen Lesern des Β«CrashtestΒ» gehΓΆren, ist es Ihnen vielleicht aufgefallen: Tablet-Rechner habe ich hier schon lange nicht mehr besprochen, und auch Notebooks sind selten. Dies, weil es in beiden Kategorien kaum noch Neuerungen gibt, die ΓΌber mehr Leistung oder mehr Speicher hinausgehen. Zumindest die letzten Jahre. Und dann kommt Lenovo um die Ecke mit dem X1 Fold – und definiert beide Kategorien ein StΓΌck weit neu.
Der X1 wird als Β«der weltweit erste faltbare LaptopΒ» beworben. TatsΓ€chlich lΓ€sst sich sein 13,3-Zoll-Display in der Mitte knicken. Zusammengelegt ist der X1 dann nur etwas grΓΆsser als ein DIN-A5-Blatt und rund 2,5 Zentimeter dick – zu gross fΓΌr die Westen- oder Hosentasche, aber passend fΓΌr die Hand- oder Aktentasche. Das Scharnier schliesst dabei nicht bΓΌndig, sondern lΓ€sst zwischen den BildschirmhΓ€lften einen Spalt offen. Was wie technisches UnvermΓΆgen erscheint, ist in Wirklichkeit genial: In der dΓΌnnen LΓΌcke findet die Bluetooth-Tastatur Platz – und wird dort gleich aufgeladen. Die Tastatur ist zwar relativ klein, aber brauchbar. Vor allem lΓ€sst sie sich auch magnetisch auf der unteren BildschirmhΓ€lfte fixieren: Dann ist nur der obere Teil des Schirms sichtbar, das GerΓ€t wird so zum – etwas kleineren – Notebook. Jammerschade aber, dass es den X1 nur mit US-Tastatur gibt.

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NatΓΌrlich kann man das Windows-10-GerΓ€t auch ohne Tastatur als Tablet benutzen, mitgeliefert wird dazu ein Digipen. Und der grosse Screen auf kleinem Raum ist praktisch etwa beim Filmeschauen im Flugzeug (fliegen, Sie mΓΆgen sich erinnern, war mal ziemlich wichtig, damals in einem anderen Zeitalter, vor einem Jahr). Der OLED-Screen steckt dabei hinter einer Plastikfolie, ΓΌberzeugt aber dennoch in Sachen Farben und Kontrast. Auch der Falz in der Mitte stΓΆrt nicht wirklich. FΓΌr brauchbaren Sound sorgen ein Atmos-Lautsprechersystem und bei Konferenzen vier Mikrofone. Was mir gefΓ€llt: Das GerΓ€t ist mit 970  g (1150  g inklusive Tastatur) ein Leichtgewicht, die Kunstleder-HΓΌlle gibt ihm ein edles Finish. Die inneren Werte (Core-5-Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB SSD) sind dann eher Durchschnitt, aber fΓΌr BΓΌroarbeiten vΓΆllig genΓΌgend, und der Akku bringt Sie bequem durch den Arbeitstag.
Fazit: Ich habe schon lange nicht mehr ein so durchdachtes GerΓ€t gesehen. Punktabzug gibts nur fΓΌr die US-Tastatur. Wegen des heftigen Preises wird der X1 Fold wohl ein NischengerΓ€t bleiben. Aber, hey, technologische Avantgarde zu sein, war schon immer etwas teurer!

Lenovo X1 Fold

Mehr Infos zum Laptop gibt es hier.
Preis: 3189 Franken
Bewertung*: β˜…β˜…β˜…β˜…
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*β˜… Technoschrott, β˜…β˜… verzichtbar, β˜…β˜…β˜… nice to have, β˜…β˜…β˜…β˜… cool, β˜…β˜…β˜…β˜…β˜… wegweisend

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Marc Kowalsky (45) ist ein Early Digital Immigrant: Seit ΓΌber 30 Jahren fΓΌhlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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