Es duftet nach Handdesinfektionsmittel, Calendula-Salbe und Stilltee. Im Arm der jüngeren Schwester schläft der neugeborene Neffe. Kahlköpfig, pausbäckig und perfekt. Alle Ratschläge zu Windelausschlag und Einschlafritualen wurden – ja, natürlich ungefragt – längst erteilt. Kommen wir zu den wichtigen Themen: Wie legst du jetzt während der Babypause dein Geld an? Und wenn du mit reduziertem Pensum wieder arbeitest, musst du deine Anlagestrategie überdenken, oder?
Die Folgen sind unnötig und teilweise dramatisch – Altersarmut ist nur eine davon. Jede neue Lebensphase erfordert eine Anpassung der Anlagestrategie. So ist es etwa sinnvoll, während Babypausen oder Phasen mit geringen Arbeitspensen Strategien zu wählen, die Einkommen abwerfen. Ein Portfolio mit dividendenstarken Aktien oder – für die fortgeschrittene Anlegerin – hochverzinslichen Bonds peppt das Einkommen auf. Es ist wichtig, in diesem Lebensabschnitt investiert zu bleiben und nicht Kapital aus dem Anlagevermögen zu verbrauchen. Gleichzeitig ist die Risikofähigkeit junger Mütter geringer, weshalb ein ausgewogenes Portfolio gewählt werden sollte.