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Era 300 von Sonos im Test: So klingt der 3D-Sound von Sonos

Sound aus jeder Richtung verspricht der Era 300 von Sonos. Das Ergebnis beeindruckt.

Marc Kowalsky

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Crashtest Felice Bruno fΓΌr BILANZ

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Raumklang ist eigentlich ein alter Hut. Zumindest wenn es um Filme geht: Seit rund 40 Jahren gibt es die entsprechende Technologie, hierzulande begann sie sich bei Heimkinofans in den 2000er Jahren langsam durchzusetzen, auch in meinem Wohnzimmer. Bei Musik dauerte der Durchbruch seltsamerweise viel lΓ€nger: Erst als vor drei Jahren Apple sein 3D-Audio vorstellte und sogar in seine Ohr- und KopfhΓΆrer integrierte, wurde Spatial Audio, wie es auch heisst, zum Thema. Inzwischen ist Dolby Atmos das vorherrschende Format sowohl fΓΌr Film wie Musik und wird von immer mehr Hardwareherstellern adaptiert.
Auch Sonos ist auf den Zug aufgesprungen. Der WLAN-Lautsprecher Era 300 sieht gewΓΆhnungsbedΓΌrftig aus, ein bisschen wie eine liegende Sanduhr. Aber das Design ist funktionell: So strahlen die zwei Tief- und vier HochtΓΆner in die richtigen Richtungen, um gemeinsam den Effekt der RΓ€umlichkeit zu erzeugen. Als Quelle fΓΌr Atmos-Streaming dient hierzulande derzeit einzig Apple Music, aber das gibt es ja auch fΓΌr Android. Apples Streamingangebot und die eigene Mediathek landen direkt in der recht bedienerfreundlichen Sonos-App. Grundfunktionen und LautstΓ€rke kann man aber auch ΓΌber die berΓΌhrungsempfindliche Oberseite des Lautsprechers oder mit Sprachkommandos steuern. Und ΓΌber die USB-C-Buchse lassen sich via Adapter auch ein Plattenspieler oder ein Netzwerkkabel anschliessen.

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Wie bei allen Einzellautsprechern gilt: Der Era 300 ersetzt keine echte Surround-Anlage, was die RÀumlichkeit angeht. Das GerÀt ist immer eindeutig als Quelle ortbar. Doch was Sonos aus der nicht allzu grossen Kiste herauspresst, ist schwer beeindruckend: Die Musik verteilt sich bis in den hintersten Winkel meines relativ grossen Wohnzimmers, der Bass ist raumfüllend, aber nicht wummernd, die Hâhen und Mitten prÀzise. Überzeugender tânt für mich nur der Beosound Theatre von Bang & Olufsen (siehe BILANZ 10/22). Aber der kostet auch 15 Mal mehr.

Sonos Era 300

Info: www.sonos.com/de-ch/
Preis: 499 Franken
Bewertung: β˜…β˜…β˜…β˜…
β˜…β€‰Technoschrottβ€‚β˜…β˜…β€‰verzichtbarβ€‚β˜…β˜…β˜…β€‰nice to haveβ€‚β˜…β˜…β˜…β˜…β€‰coolβ€‚β˜…β˜…β˜…β˜…β˜…β€‰wegweisend
Der Era 300 lΓ€sst sich mit anderen Sonos-Boxen zu einem Multiroom-System kombinieren. Und wer will, kann mit zwei Era 300, einer Soundbar und einem Subwoofer auch ein fast echtes 7.1.2-Heimkino aufbauen. DafΓΌr braucht es nur vier Speaker statt der ΓΌblichen zehn und keine Kabel quer durch den Raum. Allerdings eine Stange Geld.

Fazit: Der Era 300 bietet fΓΌr einen vernΓΌnftigen Preis tollen Klang und den umkomplizierten Einstieg in die Dolby-Atmos-Welt. Erweiterungs- und Multiroom-FΓ€higkeit sind zusΓ€tzliche Pluspunkte.

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Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: Seit ΓΌber 35 Jahren fΓΌhlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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