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Mit einer Reihe Weichenstellungen macht Klaus-Michael Kühne (87) sein Milliardenimperium bereit für eine Zeit nach ihm.
Macht der Milliarden: Klaus-Michael Kühne dreht als Unternehmer und Investor das ganz grosse Rad.
Henning KretschmerDer 1. April war der erste Arbeitstag von Dominik de Daniel (48) als neuem CEO der Holding von Klaus-Michael Kühne, und schon drei Wochen später konnte der frischgebackene operative Chef sein Gesellenstück präsentieren: Am 24. April gab die Kühne Holding die Übernahme des deutschen Pharmaherstellers Aenova bekannt.
Eine Überraschung, denn anders als die anderen Grossbeteiligungen im Reich von Kühne – jener am Logistikkonzern Kühne+Nagel, an der Reederei Hapag-Lloyd oder der Airline Lufthansa – hat dieser Kauf keinen Transport- oder Handelshintergrund. Für Kühne, der mit der Konzentration auf seinen angestammten Bereich bisher gut gefahren ist, ein Paradigmenwechsel – ein bewusster allerdings: «Grundidee ist, nicht nur auf einem Bein zu stehen, nicht nur von Verkehr und Logistik abhängig zu sein, sondern auch in anderen Branchen Fuss zu fassen», sagt er. Den Bereich Medizin, den er ja auch durch die vielfältigen Förderaktivitäten seiner Stiftung kenne, halte er für vielversprechend. Ziel sei es, hier künftig weiter auszubauen und nach spannenden Firmen Ausschau zu halten, «auch wenn es zurzeit keine heissen Spuren gibt».
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