Abo
Gastkommentar

Damit Workation gelingen kann, braucht es ein Umdenken

Arbeiten unter Palmen? Mit klaren Zielen und einer Resultatorientierung kann Workation produktiv und erfolgreich gestaltet werden.

Katja Unkel

file7undpxzqn013b6t94bz
Katja Unkel: Β«Was es bis wann zu erreichen gilt, ist die relevante Frage.Β» zVg

Werbung

Der Kunstbegriff Β«WorkationΒ», der sich aus Β«workΒ» und Β«vacationΒ» ergibt, beschreibt den Zusammenschluss von Arbeit und Ferien. Die modernen Kommunikationstechnologien machen das Arbeiten zunehmend bΓΌrounabhΓ€ngig. Doch um auch unter Palmen erfolgreich zu arbeiten, reichen eine stabile und sichere Internetverbindung sowie passende RΓ€umlichkeiten nicht aus. Wir mΓΌssen unsere Werte und Überzeugungen anpassen, sonst ist Γ„rger vorprogrammiert.
In vielen Unternehmen wird Workation immer noch als getarnte Ferien angesehen. Man bezweifelt, dass der Mitarbeiter am Urlaubsort tatsΓ€chlich arbeitet und etwas leistet. Und jetzt arbeiten bei Meeresrauschen? VΓΆllig abwegig, so die Überzeugung. Zu sehr ist der Glaube verankert, dass nur jemand, der acht Stunden im BΓΌro anwesend ist, auch wirklich arbeitet und produktiv ist. Vorgesetzte haben zudem das GefΓΌhl, dann alles besser im Griff zu haben. Selbst das populΓ€re Homeoffice erzeugt hier und da noch Stirnrunzeln. Der hier zugrunde liegende Fehler ist die nach wie vor dominierende Inputorientierung. Wir mΓΌssen von dieser weg und hin zu einer Outputorientierung. Die relevante Frage ist: Was gilt es bis wann zu erreichen? Dazu mΓΌssen wir den bewussten oder unbewussten Glauben revidieren, der besagt, dass wirklich gute Mitarbeitende sich durch pΓΌnktliches Erscheinen, Fleiss und lange Stunden im BΓΌro auszeichnen.

Partner-Inhalte

Die Gastautorin

Katja Unkel ist GrΓΌnderin der Firma Managing People AG, die FΓΌhrungskrΓ€fte und Organisationen berΓ€t, coacht und trainiert.
NatΓΌrlich sind PΓΌnktlichkeit und Engagement willkommen. Wir dΓΌrfen die Ergebnisse jedoch nicht aus den Augen verlieren oder gar falsch urteilen. Denn auch in Sachen Karrierechancen steht Workation allzu oft fΓΌr fehlende berufliche Ambitionen. Auch hier muss eine Kurskorrektur erfolgen.
Besonders beim Arbeiten auf Distanz sind kluge Ziele elementar. Sie zwingen einen, das zu erreichende Ergebnis plus Handlungsrahmen vorab konkret zu formulieren, damit Mitarbeitende maximal eigenstΓ€ndig arbeiten kΓΆnnen. Das ist ΓΌbrigens immer wichtig, egal, ob man im BΓΌro ist oder auf der SΓΌdhalbkugel. Solange man pΓΌnktlich und kostenkorrekt gute Ergebnisse abliefert, sollten Ort und Zeit keine Rolle spielen.
Werte und Überzeugungen Àndern sich nicht von heute auf morgen, doch mit der Resultatorientierung kânnen wir sofort beginnen und das Umdenken einleiten. Das gilt für alle, aber besonders für «Ferngesteuerte». Wer also plant, an einem fernen Ort zu arbeiten, sollte unbedingt klare Ziele vereinbaren. Zusammen mit einer guten Planung und der Disziplin, diese einzuhalten, hat man natürlich an den verabredeten Zeiten erreichbar zu sein. Eine klare Struktur ist generell wichtig, um zwischendurch abschalten zu kânnen. Liefert man gute Ergebnisse und pflegt auch in der Ferne sein Netzwerk, kann beides gelingen: Arbeit und Urlaub.

Werbung

Unser Podcast zum Thema

Werbung