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Zwei in einem: Hinten Apple Watch, vorne Luxusuhr

Es ist ein Apple-Watch-Armband, in dem eine Schweizer Luxusuhr integriert ist. Oder eine Luxusuhr, in dessen Armband eine Apple Watch steckt. Auf jeden Fall ist es nicht billig.

Gabriel Knupfer

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Sunrise Pinnacle von Nico Gerard: Die Apple Watch ist Teil vom Armband.Β Β PR RMS

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Dank einem kalifornischen Schmuckdesigner mΓΌssen sich technikverliebte Luxusfans nicht mehr zwischen der klassischen Uhr und der Apple Watch entscheiden. Sie kΓΆnnen beides in einem haben. Und zwar mit der Doppeluhr Pinnacle.

Zum einen besteht die Pinnacle von Nico Gerard aus einer analogen Uhr mit dem in der Schweiz zertifizierten Automatikwerk NG2824A. Das klassisch gestaltete Zifferblatt hat einen Durchmesser von 41 Millimetern und bietet neben Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger eine Datumsanzeige. Zum anderen – und das ist der Clou – ist in das Armband der Uhr die Apple Watch eingearbeitet und zwar in der 38-Milimeter-Version.

Apple Watch an der Innenseite des Handgelenks

Die Apple Watch wird an der Innenseite des Handgelenks getragen und nimmt die Position ein, wo sonst der Verschluss des Armbandes ist. Die Uhr hat eine dreijΓ€hrige Garantie. Etwas seltsam mutet dabei an, dass die analoge Uhr bis in 100 Meter Tiefe wasserdicht sein soll, wΓ€hrend die Apple Watch bekanntlich gerademal gegen Spritzwasser geschΓΌtzt ist.

Nico Gerard betont auf der Webseite, dass das Schweizer Uhrwerk die harten Tests der Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) in Biel bestanden hat und damit auch unter Extrembedingungen prÀzis bleibt.

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Warum nicht gleich aus Gold?

Ganz billig ist der Spass ΓΌbrigens auch nicht. Die silberne Stahl-Version der Doppeluhr ist fΓΌr 9300 Dollar erhΓ€ltlich, zuzΓΌglich 200 Dollar Reservationskosten. Daneben gibt es eine Luxusversion aus 18 Karat Gold fΓΌr 112'000 Dollar zu kaufen, wobei die Reservierung hier mit 500 Dollar zu Buche schlΓ€gt.
Das ist der erste Eindruck der Apple Watch beim Praxis-Test: Die Standard Apple Watch ist schick und sieht elegant aus. Die Darstellung der Zeit-Anzeige kann der TrΓ€ger selber definieren. Auch eine digitale Anzeige ist mΓΆglich. Ebenso lassen sich auf der Hauptanzeige neben der Zeit diverse andere Funktionen anzeigen – so etwa ein Aktienkurs.
SchwΓ€che: Das Display ist fΓΌr einen Touch-Screen sehr klein. Das ist auch bei der grΓΆsseren Variante mit einem 42-Millimeter-Display der Fall. Somit sind auch die runden Apps winzig. Treffsicherheit mit dem Finger ist also gefragt.
Das Display erwacht erst aus dem Standby, wenn der TrΓ€ger das Handgelenk dreht, um auf die Uhr zu schauen. Ansonsten bleibt das Display schwarz. Der TrΓ€ger muss also immer eine Drehbewegung vollziehen, wenn er die Zeit sehen will. In der Γ–ffentlichkeit kann das Irritationen bei den Mitmenschen auslΓΆsen.
Auch telefonieren kann man mit der Apple Watch. Die Verbindung ist nicht immer einwandfrei. Ab und zu sind kleine UnterbrΓΌche zu hΓΆren. Vom iPhone darf man sich nicht zu weit weg entfernen, sonst bricht die Verbindung zusammen.
Beim Testen von Apps kann etwa Skype nur mΓ€ssig ΓΌberzeugen. Es lassen sich ΓΌber die Uhr nur im iPhone vorgefertigte Antworten und Emojis versenden. Schreiben kann man mit der Apple Watch nicht.
Auch bei Twitter ist das Absetzen von selbst geschriebenen Tweets nicht mΓΆglich. Anzeigen lΓ€sst sich etwa die Timeline. Kurznachrichten kann man auf der Uhr retweeten oder favorisieren. Antworten lΓ€sst sich nur mit einer Sprachnachricht oder Emojis.
Gefallen hat im ersten Test die Wemlin-App. Sie zeigt Abfahrtszeiten von ΓΆffentlichen Verkehrsmitteln an. Diese App macht auf der Apple Watch Sinn. Gerade Apps, die nicht fΓΌrs Schreiben gedacht sind und nur Informationen bieten, sind praktisch und bringen auf der Uhr einen Mehrwert. Nachteil: Die meisten Apps starten verzΓΆgert. Auch der Inhalt lΓ€dt sich nur trΓ€ge.
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RMS
Über die Autoren
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer ist Redaktor Wirtschaft-Desk RMS fΓΌr Blick und die Handelszeitung, fΓΌr die er seit zehn Jahren arbeitet.

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