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Dank Schuldenbremse

Die Schweiz ist ein finanzpolitischer Sonderfall

Wegen Corona sind auch hierzulande die Staatsschulden gestiegen. Doch der Trend der Schuldenquote geht in die andere Richtung.

Peter Rohner

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Finanzminsterien Karin Keller-Sutter vor dem Parlament: Sie nennt die Schuldenbremse auch ihre «beste Freundin». Keystone

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Die Schweiz tickt anders. Die Staatsverschuldung hat in den letzten beiden Jahrzehnten nicht wie ringsherum zu-, sondern abgenommen – wenn man von den Sonderschulden wegen Corona absieht. Durch die 30-Milliarden-Hilfe sind die Bundesschulden auf 142 Milliarden Franken gestiegen, was knapp 18 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes entspricht.
In der Staatsschuldenquote der OECD, in der auch die Verbindlichkeiten der Kantone und die Pensionsverpflichtungen gegenüber Staatsangestellten berücksichtigt sind, beträgt die Verschuldung 38 Prozent des BIP. Das ist eine der niedrigsten Quoten in den Industrieländern.
Über die Autoren
Peter Rohner
Peter Rohner
ist Chefökonom der Handelszeitung.

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