Vorwurf der Täuschung
Die Staatsanwaltschaft hatte im Dezember 2012 Anklage gegen Wiedeking und Härter erhoben. Sie wirft den geschassten Porsche-Managern vor, Anleger getäuscht zu haben, als sie 2008 offiziell die Absicht zur Übernahme von VW bestritten. Die Anleger hätten deshalb bei sinkendem VW-Kurs Aktien leer verkauft und sie später viel teurer beschaffen müssen. Wiedeking und Härter bestritten den Vorwurf. Schadensersatzklagen von Hedgefonds und anderen Investoren haben die Landgerichte Braunschweig und Stuttgart zum Teil bereits abgewiesen. Weitere Zivilverfahren laufen noch.
Der frühere Porsche-Finanzvorstand Härter wurde wegen Kreditbetrugs verurteilt.Seit Februar 2013 ermittelt die Staatsanwaltschaft zudem gegen mehrere Aufsichtsratsmitglieder der Porsche SE, darunter die Porsche-Großaktionäre Ferdinand Piech und Wolfgang Porsche, wegen Beihilfe zur Marktmanipulation. Ob auch hier Anklage erhoben wird, hängt vom Ausgang der Verfahren gegen Härter und Wiedeking ab.