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Bierschwemme von St. Gallen bis Genf

Das Millionengeschäft mit den Oktoberfest-Kopien

Weltweit gibt es mehr als zweitausend, in der Schweiz Dutzende Varianten des bayrischen Bierfestes. Doch was wird damit verdient?

Holger Alich

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Festgelände der Züri-Wiesn im Zürcher Hauptbahnhof. zVg

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Das Phänomen hat pandemische Ausmasse angenommen: Jedes Jahr im Herbst tauchen in der ganzen Schweiz Männer und Frauen auf, die in Lederhosen und Dirndl verkleidet durch die Strassen ziehen. Ihr Ziel: Eines der rund dreissig Oktoberfeste des Landes, um dort unter Beschallung einer Blaskappelle Bier und Gegrilltes zu vertilgen. Das älteste Schweizer Oktoberfest – jenes auf dem Zürcher Bauschänzli – hat noch bis am 9. November seine Pforten geöffnet.
Andere Formen der kulturellen Aneignung – sich etwa als Indianer zu verkleiden – sind zunehmend verpönt. Doch die Kopien des Münchner Oktoberfestes sind gesellschaftlich nicht nur akzeptiert, sondern erfreuen sich steigender Beliebtheit. Sogar das vinophile Genf hat sein Oktoberfest. Das Gaudi mit der bayrisch angehauchten Gemütlichkeit in der Schweiz ist längst ein Millionengeschäft – und dabei gibt es interessante Trends.
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