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Tipps

Wein und Weihnacht

Sechs Merkpunkte zum Umgang mit edlem Wein. Damit werden die Festtage auch in Sachen Wein zum vollen Genuss.

Rudolf Trefzer

Gamay
1. Platz: Gamay de Chamoson 2012; Cave du Vidomne, St-Pierre-de-Clages VS2. Platz: Château de Lully 2012; Bolle et Cie SA, Morges VD3. Platz:  Les Romaines Grande Réserve Gamay 2009; Les Frères Dutruy, Founex VD
Rote Assemblagen
1. Platz: Castanar Riserva 2007; Tenuta Vitivinicola Roberto e Andrea
Ferrari, Stabio TI2. Platz: Coeur de Domaine Rouge 2011; Domaines Rouvinez, Sierre VS3. Platz: Clos Corbassières 2010; Provins Valais, Sitten VS
Rosé und Federweisse
1. Platz: Melrose 2012; Domaine de la Grille, Grandvaux VD2. Platz: Le Rosé Gamaret Garanoir 2012; Cave de la Côte, Tolochenaz VD3. Platz: Méditerranée 2012, Cave Philippe Bovet, Givrins VD
Süssweine
1. Platz: Grains de Malice Maître de Chais 2010; Provins Valais, Sitten VS2. Platz: Chevalier d,Or 2010; Vins des Chevaliers, Salgesch VS3. Platz: Chevalier d,Or 2011; Vins des Chevaliers, Salgesch VS
Merlot
1. Platz: Punta Rossa 2010; Azienda Agricola Cadenazzi, Corteglia TI2. Platz: Clos du Châtelard – Apicius 2010; Hammel SA, Rolle VD3. Platz: Merlot Nadia Mathier 2011; Adrian & Diego Mathier, Nouveau Salquenen AG, Salgesch VS
Müller-Thurgau
1. Platz: Riesling-Sylvaner 2012; Weingut Thomas Marugg, Fläsch GR2. Platz: Riesling Sylvaner Generation 3.0 2012; Kilchsperger Familie, Flaach ZH3. Platz: Falkenkönig 2012; Weinkellerei Coop, Pratteln BL
Schaumweine
1. Platz: Schaumwein ohne Jahrgang; Weingut Stoll, Osterfingen SH2. Platz: Brut ohne Jahrgang; Cave Philippe Bovet, Givrins VD3. Platz: Le Genevoisie Brut 2009; Cave et Domaine Les Perrières S.A., Satigny GE
Sortenreine Weissweine
1. Platz: Petite Arvine Graine de Champion 2012; Antoine et Christophe Bétrisey, St-Léonard VS2. Platz: Chardonnay Castel 2010; Cave Colline de Daval, Sierre VS3. Platz: Enderlin Gewürztraminer 2011; Enderlin Weine, Maienfeld GR
Pinot noir
1. Platz: Grand Cru de Pinot Noir 2009; Weinbau Baur-Ammon, Rafz ZH2. Platz: Pinot Noir Barrique Cuvée Charlotte 2011; Caves de Chambleau, Colombier NE3. Platz: Clos du Châtelard – Cuvée des Sens 2010; Hammel SA, Rolle VD
Chasselas
1. Platz: Petit Vignoble 2011; Henri Badoux SA Vins, Aigle VD2. Platz: Yvorne Collection Chandra Kurt 2011; Bolle et Cie SA, Morges VD3. Platz: Hôtel Richard 2012; Schmutz Vins SA, Praz Vully FR
Andere sortenreine Rotweine
1. Platz: Humagne Rouge 2011; Cave du Château de Glérolles SA, St-Saphorin VD2. Platz: Cornalin Réserve 2011; Jean-René Germanier SA, Vétroz VS3. Platz: Humagne Rot Soleil d’Or 2011; Imesch Vins, Sierre VS
Weisse Assemblagen
1. Platz: Cuvée de l’Arzille 2011; Domaine Chervet, Praz (Vully) FR2. Platz: 1807 Blanc 2012; Domaine des Châbles, Blonay VD3. Platz: Granito 2011; Agriloro SA, Arzo TI
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1. Wein zum Essen
Wein schmeckt am besten, wenn er ein gutes Mahl begleiten darf. Welcher Wein zu welcher Speise passt, darüber scheiden sich die Geister. Vieles ist erlaubt, und nur wenige Kombinationen müssen schlicht als «falsch» verworfen werden. Allgemein einig ist man sich darüber, dass tanninreiche Rotweine nicht zu einem delikaten Fischgericht getrunken werden sollen, genau so wenig wie ein delikater Weisswein zu einem kräftigen Rindsbraten.
2. Weindramaturgie
Wenn mehrere Gänge serviert werden, kredenzt man auch mehrere Weine. Im Idealfall schenkt man zu jedem Gang einen passenden Wein aus. Dabei gilt die Regel, dass jüngere vor gereifteren, leichte vor gehaltvolleren Weinen serviert werden. Zudem sollten weisse vor roten Weinen und trockene vor halbtrockenen oder süssen Weinen gereicht werden. Doch auch hier gilt: Keine Regel ohne Ausnahme! Wichtiger als die Einhaltung dieser Regeln ist, dass die Weine wirklich gut mit dem Essen harmonieren. Und noch etwas: Wenn gereifte Weine serviert werden, empfiehlt es sich – falls vorhanden –, jeweils eine Ersatzflasche bereitstehen zu haben, denn leider kommt es immer wieder vor, dass ein Wein Korkgeschmack hat und ungeniessbar ist.
3. Gläser

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Damit ein Wein seinen Charakter voll zur Geltung bringen kann, muss er aus den richtigen Gläsern getrunken werden. Becher und keilförmige, nach oben weit geöffnete Gläser mögen zwar schön aussehen, sind aber nicht das adäquate Trinkgefäss für guten Wein. Da beim Weintrinken neben dem Gaumen und der Zunge auch die Nase auf die Rechnung kommen will (Bouquet), sollten die Gläser im unteren Teil bauchig sein und sich bei der Öffnung verengen. Nur so kann verhindert werden, dass sich die Aromastoffe allzu leicht verflüchtigen. Die Gläserhersteller empfehlen heute für jeden Weintyp ein spezielles Glas. An diesem Gläser-Wettrüsten muss sich niemand beteiligen, denn mit einem Schaumweinglas sowie einem kleineren und einem grösseren Weinglas kommt man ganz gut über die Runden. Seit einigen Jahren gibt es zudem formschöne und gute Universalgläser.
4. Dekantieren
Das Dekantieren von Rotweinen ist ein Moderitual geworden. Einen Wein sorgfältig von der Flasche in eine Karaffe umzugiessen, macht aber nur in zwei Fällen Sinn: Zum einen bei reiferen Weinen, wenn das Depot (Ablagerungen) in der Flasche zurückbehalten werden soll. Doch aufgepasst: Wirklich reife Weine erst unmittelbar vor dem Servieren in die Karaffe umgiessen, da die damit verbundene Sauerstoffzufuhr einen Wein schlagartig altern lassen kann. Um dieser Gefahr zu entgehen, wäre es besser, die Flasche vor dem Genuss einen Tag lang stehend zu lagern. Serviert man ihn vorsichtig aus der Flasche, bleibt das Depot ebenfalls als Bodensatz in der Flasche zurück. Zum anderen bei jungen, noch nicht voll entwickelten, verschlossenen Weiss- und Rotweinen, denen der Kontakt mit der Luft dazu verhilft, sich zu öffnen.

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5. Trinktemperatur
Damit ein Wein zeigen kann, was in ihm steckt, muss die Trinktemperatur stimmen. Sie hat einen grossen Einfluss auf Geschmack und Geruch eines Weins. Vielfach werden die Rotweine zu warm serviert (Zimmertemperatur ist zu warm) und Weissweine zu kalt. Nur Schaumwein trinkt man in der Regel sehr kalt, idealerweise zwischen 6 und 8 Grad Celsius. Gehaltvolle Jahrgangsschaumweine kommen dagegen zwischen 10 und 12 Grad am besten zur Geltung. Die ideale Trinktemperatur von Weissweinen liegt – je nach Weintyp – zwischen 8 und 12 Grad. Damit Aromenreichtum und Finesse der Rotweine optimal zu Geltung kommen, empfiehlt es sich, sie bei 15 bis 18 Grad zu geniessen. Selbst der kräftigste und robusteste Rotwein sollte nicht wärmer als mit 18 Grad Celsius getrunken werden, weil der sich verflüchtigende Alkohol alle subtilen Aromanuancen erschlägt.
6. Einschenken
Wer die Weingläser bis obenhin füllt, ist nicht etwa grosszügig, sondern ignorant. Damit sich das Bouquet entfalten kann, sollten die Gläser nur maximal zu einem Drittel gefüllt werden.

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