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Neuseeländer

Trump-Freund Thiel hat einen Reserve-Pass für alle Fälle

Dank einer Sonderbewilligung ist Paypal-Gründer und Trump-Freund Peter Thiel Neuseeländer geworden. Dort gelebt hat er nie lange. Nun hagelt es Kritik. Hat sich der Milliardär den Pass gekauft?

Marc Bürgi

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Trump und Thiel: Das Verhältnis ist freundschaftlich. Keystone RMS

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Die Nachricht sorgt in Neuseeland für Aufregung: Die Zeitung «New Zealand Herald» hat publik gemacht, dass Peter Thiel seit 2011 die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Störende daran ist: Der schwerreiche amerikanische Investor hat nie lange im Land gelebt. Er bekam die Staatsbürgerschaft aufgrund einer Sonderbewilligung.

Das hat in Neuseeland viel Kritik hervorgerufen. Das zuständige Departement bewilligte Thiels Pass vor allem wegen seiner Investitionen in neuseeländische Startups. Unter anderem beteiligte sich der US-Milliardär am Projekt, ein Fiberoptik-Kabel für schnelle Internetverbindungen zwischen Neuseeland und den USA zu verlegen. Zudem spendete er kurz vor der Bewilligung Geld für die Opfer des Erdbebens von Christchurch.

«Das kommt Korruption sehr nahe»

«Faktisch bekam Thiel die Staatsbürgerschaft, weil er eine sehr reiche Person ist», zitiert die «New York Times» den Sprecher der oppositionellen Labour-Partei. «Das kommt Korruption sehr nahe.» Was die Kritiker zusätzlich ärgert: Der ursprünglich in Deutschland geborene Thiel reiste nicht einmal nach Neuseeland, um Staatsbürger zu werden, sie wurde ihm auf dem neuseeländischen Konsulat in Kalifornien verliehen.

Auch in den USA ist Thiels Pass jetzt ein Thema – dort ist aber meistens Schadenfreude zu spüren. «Wenn es mit der US-Demokratie bergab geht, hat Thiel einen perfekten Plan B für einen Milliardär: Neuseeländische Staatsbürgerschaft», heisst es etwa beim Online-Portal «TechCrunch». Denn der Gründer des Online-Bezahlservice Paypal und Grossinvestor bei Facebook unterstützte Donald Trump schon im Wahlkampf, der neue Präsident hat sich seit der Wahl mehrfach mit ihm getroffen. Dass Thiel einen Reserve-Pass besitzt, passt nicht zu seinem Bekenntnis zum nationalistischen US-Präsidenten. Darauf stürzen sich jetzt auch die Medien.

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Neuseeland ist für ihn die Zukunft

«Es gibt kein Land, welches mehr meiner Sicht von der Zukunft entspricht als Neuseeland, das sage ich gerne ausdrücklich», schrieb der 49-Jährige in seinen Bewerbungsunterlagen. Thiel wolle Neuseeländer werden, damit er das Land auf der internationalen Bühne repräsentieren könne, heisst es weiter in den Unterlagen. Bislang hat der neue Staatsbürger dieses Versprechen aber offensichtlich nicht eingelöst.
Sehen Sie in der Bildergalerie unten, die Rangliste der Pässe, mit denen man die meisten Länder ohne Visum bereisen kann:
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Rangliste der Pässe, mit denen man die meisten Länder ohne Visum bereisen kann:An letzter Stelle steht der Pass aus Afghanistan. Das Dokument öffnet lediglich die Grenzen zu 25 Ländern. Das ist Rang 104 im Ranking von Henley & Partners. RMS

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