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Shopping-Bots

So trickreich späht Amazon die Konkurrenz aus

Beim Online-Kauf sind wenige Rappen entscheidend. Um somit schnell auf Preisunterschiede der Rivalen reagieren zu können, späht sich die Branche mit trickreichen Programmen aus - allen voran Amazon.

Das sind die beliebtesten Onlineshops der Schweiz:Rang 10: Ebookers wurde von 17 Prozent der Befragten genutzt.
In der Umfrage wurden 2'000 Teilnehmer im Alter von 14 bis 69 zu ihren Onlineeinkäufen der vergangenen zwölf Monaten befragt. Hier ein Reisebeispiel: Seychellen. Allgemein haben bereits 94 Prozent der Schweizer einen Online-Einkauf getätigt. Scarygami/Flickr/CC
Rang 9: Nespresso 18 Prozent
Am häufigsten kaufen Schweizer auf dem PC ein (87 Prozent) gefolgt von Tablets (65 Prozent) und Smartphones (57 Prozent). Keystone
Rang 8: Digitec 21 Prozent
26 Prozent der Schweizer informieren sich zuerst im Laden über ein Produkt, um es danach in einem günstigen Onlineshop zu kaufen. Keystone
Rang 7: Ex Libris 22 Prozent
Weitere Ergebnisse der Umfrage: Im Vergleich zu den anderen Zielgruppen verfügt die junge Generation über ein kleines Budget. will ockenden/Flickr/CC
Rang 6: iTunes 23 Prozent
Interessant sind ältere Generationen. Jeder sechste Silver Surfer gibt heute bereits mehr als 6'000 Fanken im Jahr online aus. Keystone
Rang 5: Amazon 26 Prozent
Zur Nutzung von Sozialen Netzwerken: Facebook verliert an Popularität bei jungen Nutzern. Die Nutzungszahlen gingen in zwei Jahren von 67 auf 44 Prozent zurück. Keystone
Rang 4: Ticketcorner 27 Prozent
Auf dem Onlineportal von Ticketcorner lassen sich Eintrittskarten für Veranstaltungen kaufen. Als Beispiel: Das Konzert von Musiker Pharrell Williams. Keystone
Rang 3: Zalando 28 Prozent
Der Online-Versandhändler für Schuhe und Mode hat in zwei Jahren massiv an Popularität gewonnen. Keystone
Rang 2: SBB 31 Prozent
Interessant: Gut ein Drittel der Befragten hat bereits Billets online gekauft. akarakoc/Flickr/CC
Rang 1: Ricardo 33 Prozent
Überraschung: Die Online Auktionsplattform hat den weltweit etablierten Anbieter Ebay im Schweizer Markt klar abgehängt und hält den Vorsprung. ricardo.ch
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Das sind die beliebtesten Onlineshops der Schweiz:Rang 10: Ebookers wurde von 17 Prozent der Befragten genutzt. In der Umfrage wurden 2'000 Teilnehmer im Alter von 14 bis 69 zu ihren Onlineeinkäufen der vergangenen zwölf Monaten befragt. Hier ein Reisebeispiel: Seychellen. Allgemein haben bereits 94 Prozent der Schweizer einen Online-Einkauf getätigt. Scarygami/Flickr/CC RMS

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Der Konkurrenzkampf im Internet-Handel verlagert sich immer stärker an die Technologiefront. Weil schon Preisunterschiede von 50 Rappen über Wohl und Wehe der Absätze entscheiden können, setzt die Branche zum Ausspähen von Rivalen mehr und mehr trickreiche Roboterprogramme ein. Mit diesen sogenannten Bots - von Computern erzeugten Identitäten, die sich als Kaufinteressenten ausgeben - durchforsten die Online-Händler das Sortiment der Konkurrenz, um auf Preisunterschiede so schnell wie möglich reagieren zu können.
Die Gegenseite nutzt immer ausgefeiltere Abwehrtechniken. «Das ist ein Rüstungswettlauf», sagt Branchenexperte Keith Anderson vom irischen Analysehaus Profitero. «Jede Woche oder jeden Monat gibt es neue Vorstösse von beiden Seiten.» Amazon, der weltgrösste Online-Händler, ist Insidern zufolge auch hier dominierend.

Amazon lässt Rivalen im Dunkeln

So erlebte Anfang Januar der US-Einzelhandelsgigant Wal-Mart eine böse Überraschung. Sein Programm, das täglich millionenfach die Preise von Amazon sichtet, stellte plötzlich die Arbeit ein. Wochenlang konnte es laut Insidern nicht auf die Amazon-Preise zugreifen, Wal-Mart war den Angaben zufolge gezwungen, auf kostspielige Dienste eines anderen Anbieters zurückzugreifen. Der lange Zeit unbekannte Vorfall ist ein Beleg für die technische Vormacht von Amazon, die dem Konzern beim Festigen seiner Führungsrolle im Online-Handel hilft. Dank der Abwehrtechnik kann Amazon seine Rivalen über die eigenen Preise im Dunkeln lassen und sich zugleich durch eigene Späh-Bots einen Vorteil verschaffen.

In diesem Fall nutzten die Preisspione von Wal-Mart den Insidern zufolge offenbar einen speziellen Internet-Browser für Programmierer. Dies war wohl ein Alarmsignal für die Kontrolleure bei Amazon, dass hier keine echten Käufer das Sortiment begutachteten, sondern Bots. Amazon verbarg sein Angebot daraufhin mit einer Art digitalem Vorhang vor dem Zugriff der Spähprogramme.

Partner-Inhalte

An manchen Tagen gehen rund 80 Prozent der Clicks auf Produkte bei Amazon auf Bots zurück. Dabei handelt es sich neben den Preisspähern häufig um branchenspezifische Forschungen, Suchmaschinen, Werbedienste, aber auch um Hacker und Online-Betrüger, die Kunden-Konten im Visier haben. Auch Google verwendet solcher Roboter-Programme, um Ergebnisse für seine Suchmaschine zu liefern. Umstritten sind sie vor allem bei der Meinungsmache in Online-Netzwerken wie Facebook oder den Kommentarfunktionen von Medien.

Katz-und-Maus-Spiel der Online-Händler

Im Internethandel führen sie immer mehr zu einem Katz-und-Maus-Spiel. Während herkömmliche Händler ihre Preise wegen des Aufwands und der Kosten gewöhnlich nicht mehr als einmal wöchentlich ändern, wird in der Welt des E-Commerce oft mehrmals täglich nachjustiert. Hier kommen Programme zum Einsatz, die Lagerbestände, Absatzprognosen und die Preise der Konkurrenz in ihre Kalkulation einbeziehen.
So greifen Online-Unternehmen wie der US-Grosshändler Boxed, der etwa Toilettenpapier und Tiernahrung an Grossabnehmer verkauft, auf verschiedenste Techniken zurück, um auch alle 20 Minuten über Preisschritte der Konkurrenz im Bilde zu sein. «Gerade während des Weihnachtsgeschäfts ist das eine Ewigkeit», sagt Firmenchef Chieh Huang. «Wenn wir keine anständigen Preise haben, bekommen wir das sofort zu spüren.»

Um zwischen Bots und echten Kunden zu unterscheiden, nutzen viele Online-Händler die sogenannte «Captcha»-Technik. Hier müssen Nutzer für den Zugang zu einer Internet-Seite eine vorgegebene Kombination aus Buchstaben und Zahlen eingeben, die nur Menschen lesen können, nicht aber Roboter. Amazon verzichtet allerdings auf diese Zugangskontrolle - um seine Kunden nicht zu vergraulen.

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(reuters/ccr)
Welche zehn Länder das schnellste Internet haben, sehen Sie in der Bildergalerie unten:
Jeder geht heute überall online. Umso wichtiger ist ein schnelles Internet. Gemessen wird die Datenübertragungsrate in Megabit pro Sekunde. Diese zehn Länder haben das schnellste Internet:
Platz 10: NiederlandeDatenübertragungsrate: 17,6 Megabit pro Sekunde
Platz 9: JapanDatenübertragungsrate: 19,6 Megabit pro Sekunde
Platz 8: SingapurDatenübertragungsrate: 20,2 Megabit pro Sekunde
Platz 7: FinnlandDatenübertragungsrate: 20,6 Megabit pro Sekunde
Platz 6: DänemarkDatenübertragungsrate: 20,7 Megabit pro Sekunde
Platz 5: SchweizDatenübertragungsrate: 21,2 Megabit pro Sekunde
Platz 4: Hong KongDatenübertragungsrate: 21,9 Megabit pro Sekunde
Platz 3: SchwedenDatenübertragungsrate: 22,8 Megabit pro Sekunde
Platz 2: NorwegenDatenübertragungsrate: 23,6 Megabit pro Sekunde
Platz 1: SüdkoreaDatenübertragungsrate: 26,1 Megabit pro Sekunde
Bilder: Keystone, Pixabay
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Jeder geht heute überall online. Umso wichtiger ist ein schnelles Internet. Gemessen wird die Datenübertragungsrate in Megabit pro Sekunde. Diese zehn Länder haben das schnellste Internet: RMS

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