Für den mächtigsten Mann der Schweizer Wirtschaft dürfte die Wiederwahl dennoch eine Genugtuung gewesen sein. «Big Thomas» Jordan, seit acht Jahren an der Nationalbankspitze, darf jetzt, so er denn will, bis Juni 2027 im Amt bleiben. Dann wäre er mit 64 Jahren fast im Pensionsalter – sein Vorvorgänger Jean-Pierre Roth trat drei Monate vor seinem 64. Geburtstag ab. Mit dann 15 Amtsjahren wäre Jordan zudem in den Annalen der Währungsbastion der dienstälteste der bislang 14 Direktoriums-Präsidenten – er hätte den bisherigen Rekordhalter Gottlieb Bachmann, im Amt von 1925 bis 1939, um eineinhalb Jahre distanziert. Und das in einer extrem herausfordernden Zeit: Die gängigen Ökonomie-Weisheiten sind seit der Finanzkrise ausser Kraft gesetzt, Corona verschärfte den Ausnahmezustand noch. Da ist die Erfahrung des standfesten Ökonomieprofessors ein entscheidender Trumpf. Eine «Ära Jordan»? Zweifellos.