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Wettkampf in der Pharmabranche

Roche rockt mehr als Novartis

Roche-Chef Thomas ­Schinecker hat ein paar spannende Wetten am Laufen. Schafft er es, damit den ­Aktienkurs wieder auf Touren zu bringen?

Seraina Gross Handelszeitung

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Segelt härter am Wind als sein Kollege bei Novartis: Roche-Konzernchef Thomas Schinecker. Joseph Khakshouri

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Risikoappetit und Dynamik sind Eigenschaften, die in den letzten Jahren vor allem Novartis zugeordnet wurden. Vas Narasimhan hat das von Daniel Vasella gebaute Dreispartenhaus, das neben Medikamenten auch Generika und augenchirurgische Instrumente im Angebot hatte, im Rekordtempo zum reinen Pharmakonzern zurückgebaut. Der inzwischen zum SMI-Altmeister arrivierte Konzernchef hat mutig zuge- und verkauft und so Transaktionen im Umfang von mehr als 150 Milliarden Dollar abgewickelt. Eine Megatransformation im Zeitraffer.
Im Gegensatz dazu ging es bei Roche lange Zeit weit weniger spektakulär zu und her. Der lokale Wettbewerber kapitalisierte in der Endphase der Ära von Konzernchef Severin Schwan mit dem MS-Medikament Ocrevus und dem Augenmedikament Vabysmo im Wesentlichen weiter auf der Übernahme der kalifornischen Genentech, die den Baslern während zweier Jahrzehnte einen beispiellosen Höhenflug beschert hatte.
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