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Giovanni Rizzo ist von Küsnacht in die renommierte Zürcher «Stapferstube» umgezogen. Und setzt auch hier auf klassische Italianità.
Monique Rijks
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Dieses Konzept ist für Zürich keine Sensation – eher eine Redundanz. Darum müsste, wer sich auf diesem Gebiet einnisten möchte, auffallend gut kochen. Diese Voraussetzung erfüllt Küchenchef Alessandro Masia nicht. Er kocht korrekt, aber nicht besonders. Und es passieren ihm Unaufmerksamkeiten: Beim Carpaccio di Manzo ist das Fleisch noch teilweise gefroren, den Milken auf dem Nüsslisalat fehlt die Würze, und das Fleisch in der rahmigen Sauce, die Hausspezialität «Don Giovanni», ist erstens knapp bemessen und zweitens ziemlich geschmacklos. Nur die Preise versprechen Sensationelles: Die meisten Hauptspeisen kosten um die 40 Franken – die Beilagen sind in diesem Betrag nicht inbegriffen. Auch das wäre keine Katastrophe, wenn im Raum die typische italienische Lebensfreude und Gastlichkeit vorherrschen würde. Doch die Bedienung von Giovanni Rizzo (der den ganzen Abend in schlohweisser Kochjacke Gäste betreut) und seinem Kellner ist wie das Essen – korrekt, aber ohne Herzblut.
Stapferstube da Rizzo
Culmannstrasse 45 8006 Zürich Tel. 044 350 11 00
Montag bis Freitag 11.30–14.30 / 18 – 24 Uhr, Samstag 18–24 Uhr, Sonntag geschlossen.
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