Guten Tag,
Die Bündner Herrschaft ist dank ihren Weinen immer eine Reise wert – und seit kurzem auch wegen der Küche im «Adler».
Martin Kilchmann
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Frisch aus der Region. Allerdings besucht man die stilechten, gemütlichen Stuben des «Adlers» – die den Charme der alten Zeit gespeichert haben, ohne nostalgisch zu wirken – vorrangig wegen des Essens. Lampart sucht sich auch da die Ingredienzen in der näheren Umgebung. Die Forellenfilets aus dem Weisstannental räuchert er und richtet sie auf einem Karotten-Fenchel-Salat mit schwarzen Sesamsamen und Curryöl an. Oder er brät sie auf der Haut und kombiniert sie mit einem warmen Salat aus Stangensellerie, Papayawürfeln und gerösteten Cashewnüssen. Ingwer und Curryschaum sorgen für diskrete Schärfe und Säure. Das Lamm kommt aus der Wartau, wird im Kräutermantel gebraten und mit einer würzigen Cassolette aus Gemüse und Ragazer Kartoffeln aufgetragen. Lamparts legendärer Tafelspitz stammt vom Huftdeckel von Sarganser Grauviehrindern und wird mit frischer Apfel-Meerrettich-Crème serviert. Einzig beim Käse ist das regionale Lieferantennetz des rührigen Kochs noch zu wenig dicht. Da reicht es nicht, wenn «Heidi» draufsteht, und sollte nachgebessert werden.
Restaurant Adler
René Lampart
7306 Fläsch
Tel. 081 30 61 64
Mi./Do. geschlossen
14 «Gault Millau»-Punkte.
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