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Chef der Migros Zürich

«Rein strategisch bereue ich nichts»

Der langjährige Migros-Zürich-Chef Jörg Blunschi über Ausland-Expansionen und das Aussterben der Coop- und Migros-Kinder.

Andreas Güntert

Jörg Blunschi, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Zürich
Jörg Blunschi, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Zürich: «Wenn ich zehn Jahre vorausschaue, sehe ich Tegut bei einem Umsatz von 2 Milliarden Euro.» PD

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Die Migros im Ausland – eine lange und oft qualvolle Geschichte. Vor allem das berühmt-berüchtigte Österreich-Loch, das durch eine verunglückte Auslandexpansion in den 1990er-Jahren einen Verlust von 300 Millionen Franken einbrachte, liess den orangen Riesen lange vor weiteren Auslandfeldzügen zurückschrecken.
Jörg Blunschi, seit 2010 Chef der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ), wagte einen doppelten Neuanfang. 2012 startete er die Expansion ins europäische Fitness-Geschäft, 2013 übernahm die Migros Zürich die deutsche Lebensmittelhändlerin Tegut. Zwei grosse Feldzüge – doch nur einer glückte. Im Interview spricht der langjährige Genossenschaftsleiter über Gewinne und Verluste, über Coop- und Migros-Kinder – und warum er trotz Frühpensionierung noch einmal einen Neubeginn innerhalb der Migros wagt.

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