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Fortschrittlich

Nie mehr lästig nach einem Parkplatz suchen

Am Mobile World Congress konzentrieren sich die Fortschritte in Sachen Automobiltechnik auf virtuelle Schlüssel und mobiles Zahlen. Ford zeigt indes, wie man künftig immer einen Parkplatz findet.

Karen Merkel-Gyger

Die Highlights des Mobile World Congress 2016:Den Jaguar-Schlüssel am Handgelenk: Dieses smarte Teil wurde in Barcelona vorgestellt. Mit ihm kann der Fahrer das Auto kontaktlos öffnen.
Parken ohne Suchen: Ford zeigt «GoPark», eine Anwendung, die Parklücken vorausberechnen kann. Den Dienst testet der Autobauer derzeit in London.
Zahlen ohne Aussteigen: Honda hat in seine Konsole künftig die Möglichkeit integriert, Tankfüllungen und Parkhausscheine per Kreditkarte zu bezahlen. Der Fahrer kann die gespeicherten Daten im Auto abrufen und die Rechnung begleichen.
Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton begleitete die Präsentation von Mercedes.
Dieser Lieferungs-Roboter sorgte an der Messe für Aufmerksamkeit.
Xiaomi, der grösste Handyhersteller Chinas, hat in Barcelona sein neues Flaggschiff Mi5 vorgestellt. Das Modell soll relativ günstig verkauft werden und so Samsung und Apple Konkurrenz machen können.
Für eine Premiere sorgt Cat Phones: Das Cat S60 verfügt über eine eingebaute Wärmebildkamera. Damit sollen Nutzer auf Baustellen Lecks oder Wärmebrücken aufspüren können. Auch der Touchscreen ist baustellentauglich, selbst mit Handschuhen oder nassen Händen soll die Bedienung möglich sein.
Huawei hat mit dem Modell «Elegant» eine neue Smartwatch präsentiert.
Ein Besucher testet einen Autorennen-Simulator: Virtual Reality ist das grosse Thema des diesjährigen Branchentreffs in Barcelona.
Auch Samsung setzt auf den Megatrend und lässt das Publikum Virtual-Reality-Brillen testen, die eine zentrale Rolle für das Unternehmen spielen. Gemeinsam mit Facebook...
...planen die Südkoreaner, ihr Angebot in Sachen virtueller Realität auszubauen. An ihrer Seite steht dabei Facebook: Konzernchef Mark Zuckerberg schaute überraschend bei der Präsentation vorbei. Samsungs VR-Brillen stammen von Oculus, das wiederum von Facebook aufgekauft wurde.
Samsung präsentierte auch das Galaxy S7 und S7 Edge: Es ist dem Vorgänger äusserst ähnlich, verfügt aber über eine wasserdichte Kamera und längere Akkulaufzeit.
Auch andere Wettbewerber setzen auf virtuelle Realität: Hier die Brille von LG «360 VR». Der Hersteller kämpft um seine Anteile am Smartphonemarkt, er zählt dort nicht zu den führenden Anbietern. Darum...
...versucht LG beim neuen G5 mit auswechselbaren Komponenten zu überzeugen. Unter anderem kann so der Akku extern ausgewechselt oder ein Kamera-Teil mit Zusatzakku befestigt werden. Ausserdem bietet LG gemeinsam mit Bang & Olufsen einen 32-MB-Audiokonverter an, der an das Smartphone angedockt wird.
Huawei präsentiert das neue «Matebook» mit 12-Inch-Bildschirm, es läuft mit Windows 10.
Darf bei einer Messe in Barcelona nicht fehlen – der Fussball. Der chinesische Mobilfunker ZTE präsentiert dort offiziell die Partnerschaft mit dem spanischen Club FC Sevilla.
Die Chinesen von ZTE präsentierten dann auch noch die Fotokraft ihres neuesten Geräts, dem Modell Axon.
Der Mobile World Congress in Barcelona findet dieses Jahr vom 22. bis 25. Februar statt. Die Fachmesse gilt als eines der wichtigsten Branchentreffen weltweit für Telekom und Elektronik. Es werden über 94'000 Besucher erwartet.Bilder: Keystone
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Die Highlights des Mobile World Congress 2016:Den Jaguar-Schlüssel am Handgelenk: Dieses smarte Teil wurde in Barcelona vorgestellt. Mit ihm kann der Fahrer das Auto kontaktlos öffnen. RMS

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Immer wissen, wo ein Parkplatz frei ist: Für viele gestresste Städter wäre es Gold wert, könnten sie sich das lästige Kreisen auf der Suche nach einer Lücke ersparen.
Das weiss auch Ford. Der US-Autobauer testet darum in London einen Dienst, der Parkmöglichkeiten vorhersagen kann, in dem er Verkehrsdaten und statistische Auslastung einer Region auswertet. «GoPark» deckt allerdings bisher erst 25 Bezirke in London ab und ist noch in der Pilotphase.

Zwei Trends in Sachen Fortschritt

Ford meint es ernst mit dem Ausbau der Fahrzeug-Intelligenz – auf dem Mobile World Congress in Barcelona gab Konzernchef Mark Fields bekannt, dass das Unternehmen seine Investitionen in diesem Bereich verdreifacht.
Eine kolportierte Kooperation mit Google in Sachen selbstfahrende Autos verlief zwar Ende 2015 im Sande, doch laut «Wall Street Journal» sind die Unternehmen noch im Gespräch. Eine Zusammenarbeit erscheint sinnvoll – Googles Selbstfahrer-Technik ist weit gedungen und Ford, nun ja, weiss, wie Autos gebaut werden.
Auf dem Mobile World Congress konzentrieren sich die Fortschritte in Sachen Automobiltechnik auf zwei Bereiche: virtuelle Schlüssel und mobiles Zahlen.

Wearable ersetzt den Schlüssel bei Jaguar

Neben Ford stellten Fiat, Volvo und Seat Autoschlüssel vor, die Besitzer mit Freunden oder Angehörigen per App teilen können. Auch den Jaguar F-Pace können Besitzer per Wearable öffnen. Möchte die Tochter Papas Auto dann mal für zwei Stunden leihen, kann er ihr per App zum Beispiel einen Code für seinen Seat oder den «Ford Pass» zusenden. Ein App-Schlüssel kann auch für Verleihfirmen und Carsharing-Angebote interessant werden.

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Bislang sind Autos noch nicht selbstständig im Strassenverkehr unterwegs, was bedeutet, dass der eine oder andere Autofahrer sich gerne mal am Parkhaus-Ausgang verrenkt, um den bezahlten Parkschein durch das Autofenster einzulösen.
Hier arbeitet Kreditkartenanbieter Visa gemeinsam mit Honda an einer Lösung: Zahlen soll bald über die Mittelkonsole im Auto möglich sein. Sind die Kreditkartendaten gespeichert, muss der Fahrer nur per Fingertipp den Betrag für das Parkhaus oder Tankstelle freigeben. Die Technik ist serienreif.

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