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UBS schluckt Credit Suisse

Das soll keine Staatsrettung sein? Die Merkwürdigkeiten der CS-Übernahme

Regierung, SNB und Finma gaben sich Mühe, der CS-Rettung den Mantel einer sauberen Lösung umzuhängen. Doch es gibt zahlreiche Widersprüche.

Holger AlichPeter Rohner

APTOPIX SWITZERLAND CREDIT SUISSE
Grünes Licht: Die UBS übernimmt die CS – und der Bund hilft dabei. Keystone
Die UBS übernimmt die Credit Suisse für rund 3 Milliarden Franken. Der Bund hilft per De-facto-Rettungsübernahme mit einem ganzen Arsenal an Werkzeugen und milliardenschweren Garantien. Von einer Staatsrettung will Finanzministerin Karin Keller-Sutter aber partout nicht sprechen. Der Auftritt der Macherinnen und Macher des historischen Bankendeals enthält weitere Merkwürdigkeiten. Eine Übersicht:

1. Die Credit Suisse wird nicht vom Staat gerettet

Das sieht wohl nur die Regierung so. Es mag zwar stimmen, dass weder Bund noch SNB irgendwelche Schrottpapiere kaufen wie damals bei der UBS-Rettung 2008 und dass keine Rekapitalisierung mit Staatsgeldern stattfindet. Aber natürlich tragen die staatlichen Retter auch in dieser Hilfsaktion ein Risiko – mit einem potenziell grossen Schaden.
Über die Autoren
Peter Rohner
Peter Rohner
ist Chefökonom der Handelszeitung.

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