An der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt gab sich der neue Kombi der E-Klasse von Mercedes, das T-Modell, mit einer Statistenrolle zufrieden. WΓ€hrend der SLS AMG mit seinem Muscle-Car-Format gleich nebenan lustvoll ins Rampenlicht drΓ€ngte, machte das T-Modell auf business as usual. Nur keine Aufregung: In dezentem Blau zeigte sich der neue Express-Transporter aus Stuttgart von seiner besten Seite. NΓ€mlich von hinten. Das hat allerdings weniger mit der neuen LinienfΓΌhrung von Designchef Gorden Wagener zu tun β an die eckigen Lichter haben wir uns nicht nur gewΓΆhnt, sondern haben sie gar lieb gewonnen β als vielmehr mit der Tatsache, dass hinten die eigentlichen Innovationen versteckt sind. Β«VerstecktΒ» passt doppelt: Zum einen sieht man dem Auto die Innovationen von aussen nicht an, zum andern ist der Kofferraum des neuen T-Modells so gross, dass man auf der RΓΌckfahrt aus der Toskana neben einer Fuhre Pasta und Salami eine ganze italienische Familie vor den ZΓΆllnern verstecken kΓΆnnte.
Automatische Notbremse. Ma certo, das ist ΓΌbertrieben. Aber es passen doch 1950 Liter in den Kofferraum, wenn alle Sitze flach gelegt werden. Und das ist nicht etwa mit Arbeit verbunden, sondern passiert fast von alleine: Die RΓΌckbank lΓ€sst sich mit dem kleinen Finger ΓΌber einen Schalter am Heck umklappen, die Kofferraumklappe schwingt elektrisch nach oben, das Laderollo verhΓ€lt sich synchron, und der doppelte Boden bietet Raum fΓΌr verdeckte Werttransporte oder ein Plus an LadehΓΆhe. Ausserdem gibt es an der Hinterachse serienmΓ€ssig eine Luftfederung mit Niveauausgleich und auf Wunsch ein variables System von verschiedenen Raumteilern und Befestigungshilfen. So versteckt sich unter der eleganten Linie des Kombis sehr viel NΓΌtzliches. Praktisch ist auch, dass man eine dritte Sitzbank aus dem Kofferraumboden zaubern kann. Sie bietet zwar keinen First-Class-Komfort, fΓΌr Economy reicht sie aber β vielleicht nicht bis nach Italien, doch bis zum Italiener allemal. Und auf dem Weg dorthin wird der Fahrer auf Wunsch von allen Assistenz- und Sicherheitssystemen unterstΓΌtzt, die auch in der Limousine zur VerfΓΌgung stehen. Gegen Aufpreis ist sogar eine automatische Notbremse an Bord. Angetrieben wird der Β«Raumkreuzer der SternenflotteΒ» (O-Ton von Mercedes-Chef Dieter Zetsche) von den bekannten Aggregaten mit vier, sechs und acht Zylindern.