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Thomas Binggeli setzt auf Innovation und Swissness

Der Berner Velo­unternehmer übernimmt kriselnde Fachgeschäfte der Migros und wird seinen Umsatz bald verdoppeln.

BIL Stehsatz / Redaktionsmitarbeiter / Erich Buergler BA 1/4rgler

Thomas Binggeli
Thomas «Thömu» Binggeli kommt schnell auf Touren. Keystone

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Wenn man dem Velohersteller Thomas Binggeli zuhört, gibt es eigentlich keine Ausrede, sich nicht aufs Fahrrad zu schwingen. Der Unternehmer, der zwölf Bike-World-Läden der Migros und sämtliche Mitarbeitenden übernimmt, will das passende Fahrrad für jeden anbieten. Wieso das Geschäft besser laufen soll als unter der Regie des Grossverteilers? «Wir verkaufen Velos nicht nur, sondern produzieren sie auch seit 30 Jahren. Wir setzen dabei auf Innovation und Swissness.» Den 50-Jährigen nennen alle nur «Thömu». Sein Spitzname ist gleichzeitig die Marke seiner Velofirma Thömus. In Oberried BE veräusserte er einst heimlich die Schafe auf dem Bauernhof seiner in den Ferien weilenden Eltern, um Platz für eine Velowerkstatt zu schaffen. Der Sitz des Unternehmens ist heute noch dort. Die Branche war in den letzten Jahren stark gefordert. Während Covid schnellten die Verkaufszahlen in die Höhe. Danach kam die Delle, und Katerstimmung machte sich breit. Nicht so bei Thömus. «Wir sind immer gewachsen, wenn auch nicht so schnell wie gewünscht», sagt Binggeli, der mittlerweile deutlich über 20 Millionen Franken Umsatz erzielt. Durch die Bike-World-Übernahme dürften sich die Einnahmen etwa verdoppeln. Das Potenzial im Velomarkt sei weiterhin «riesig».

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