Fensterputzen ist bei uns ein leidiges Thema. So zahlreich und gross sind die Scheiben in unserer Wohnung, dass sie monatelang ungereinigt bleiben. Die Schwiegereltern, wenn sie lΓ€ngere Zeit zu Besuch sind, erbarmen sich dann meist irgendwann und rΓΌcken den Scheiben mit Lappen und Abzieher zu Leibe.
Der Winbot W710 des chinesischen Herstellers Ecovacs verspricht das zu Γ€ndern. Er ist der erste hierzulande erhΓ€ltliche Fensterputzroboter. Mindestens 60 mal 46 Zentimeter muss eine Scheibe gross sein, damit sie Winbot-tauglich ist, und es empfiehlt sich, vorher den Fenstersims zu rΓ€umen.
An der Scheibe hΓ€lt sich das GerΓ€t mittels Vakuum fest. Und es hat etwas Faszinierendes, wenn sich der Roboter nach DrΓΌcken des Startknopfes mit seinen Raupenketten in Bewegung setzt und auf der Scheibe in leichten Wellenbewegungen seine Bahnen zieht. FΓΌr AusseneinsΓ€tze oberhalb des Parterres gibt es ein Sicherungsseil, abgestΓΌrzt ist der Winbot bei mir aber nie. DafΓΌr bricht das GerΓ€t den Reinigungsvorgang immer mal wieder nach ein paar Sekunden mit einem Fehlersignal ab. Den Grund konnte ich nicht nachvollziehen, beim zweiten Anlauf klappte es dann jeweils.
Ausgesprochen nervig ist das BetriebsgerΓ€usch des Roboters. Er brummt mit 55 Dezibel so laut, dass selbst seine eigenen akustischen Warnsignale kaum zu hΓΆren sind. Immerhin wird der Betriebszustand auch durch eine LED auf beiden Seiten des GehΓ€uses angezeigt.
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Und das Ergebnis? Etwas zwiespΓ€ltig, ehrlich gesagt. Ja, die Scheiben sind nachher deutlich sauberer als vorher. Andererseits sind Schlieren sichtbar, je nach Menge Fensterputzmittel sogar manchmal Spuren der Raupenketten oder AbdrΓΌcke der letzten Position des Roboters. Die Gegenden nahe des Rahmens gehen gerne mal vergessen. Und an Vogeldreck scheitert das GerΓ€t ganz.
Fazit: Der Winbot ist besser als gar kein Fensterputzer. Aber strahlend sauber werden die Scheiben damit nicht. Die Schwiegereltern sind weiterhin unersetzlich. NatΓΌrlich nicht nur deswegen.