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Gehälter

Keiner verdient so viel wie Transocean-Chef Newman

2014 hat kein Top-Manager in der Schweiz so viel verdient wie Transocean-Chef Steven Newman. Insgesamt sind die Vergütungen jedoch nicht mehr exorbitant. Einige Chefs mussten sogar Kürzungen hinnehmen

So viel verdienen die Schweizer Topmanager 2014:  Steven Newman verdient sich als Lenker des Erdölservicekonzerns Transocean eine goldene Nase. Für das Jahr 2014 nimmt er 14,2 Millionen Franken nach Hause. Im Vorjahr verdiente Newman mit 13,9 Millionen Franken leicht weniger.
Joseph «Joe» Jimenez, der Chef des Pharmamultis Novartis, verdiente 2014 mit 12,6 Millionen Franken rund fünf Prozent weniger als 2013.
Die Entschädigung von Roche-CEO Severin Schwan bewegte sich 2014 etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Der Konzernchef erhielt für das vergangene Geschäftsjahr eine Gesamtentschädigung von 11,99 Millionen Franken (plus 1 Prozent gegenüber 2013)
UBS-Chef Sergio Ermotti hat im vergangenen Jahr knapp eine halbe Million Franken mehr verdient als 2013. Ermotti erhält 11,2 Millionen Franken Gehalt und Bonus.
SBB-Chef Andreas Meyer hat 2014 ein Gesamtsalär von 1,07 Millionen Franken verdient. Damit erhielt er knapp 130'000 Franken mehr ausbezahlt als im Vorjahr.
CS-Chef Brady Dougan hat 2014 trotz teilweisem Verzicht annähernd gleich viel verdient wie im Vorjahr. Insgesamt erhielt er 9,7 Millionen Franken, nach 9,8 Millionen im Vorjahr.
Swatch-Chef Nick Hayek verdiente 2014 40'000 Franken weniger als im Jahr davor. Das Salär bleibt aber beachtlich: Fast 7,5 Millionen Franken beträgt die Gesamtvergütung.
ABB-Chef Ulrich Spiesshofer erhielt im Jahr 2014 rund 7,58 Millionen Franken Lohn. Damit verdiente er weniger als sein Vorgänger Joe Hogan, der in seinem letzten vollen Amtsjahr (2012) 10,2 Millionen Franken erhalten hatte.
Zurich-Chef Martin Senn hat für das Geschäftsjahr 2014 eine Vergütung von 7,2 Millionen Franken erhalten. Sein Grundgehalt betrug wie im Vorjahr 1,6 Millionen Franken, dazu kamen Aktienanteile, Pensionskassengelder und sonstige Vergütungen. Insgesamt zahlte der Versicherungskonzern seinem Chef etwas weniger Lohn als im Vorjahr.
Swiss-Re-Konzernchef Michel Liès hat im Jahr 2014 etwas weniger verdient als im Jahr zuvor: 6,34 Millionen Franken nach 7,02 Millionen im Jahr 2013.
Die Privatbank Julius Bär zahlte ihrem Chef Boris Collardi 2014 einen Lohn von 5,73 Millionen Franken. Wegen einer Änderung der Berechnungsmethode fällt die Entlöhnung leicht unter dem im Vorjahr mitgeteilten Gehalt von 5,89 Millionen Franken aus. Bei gleichbleibender Methode wäre das Gehalt von Collardi dagegen im Jahr 2013 um rund 1,8 Millionen Franken tiefer ausgefallen,
Der Chef des Zementriesen Holcim verdiente 2014 insgesamt 5,2 Millionen Franken – und damit deutlich mehr als 2013. Bernard Fontana verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 2 Millionen Franken deutlich.
Der Geberit-Chef Albert Baehny hat nach 2,6 Millionen Franken im Jahr 2013 nun 2,8 Millionen Franken verdient.
Zu den Grossverdienern unter den Schweizer SMI-Topmanagern gehört Nestlé-Chef Paul Bulcke. Die Arbeit der Konzernleiters war seinem Arbeitgeber 2014 knapp 9,3 Millionen Franken wert. Damit verdient er gleichviel wie im Jahr 2013.
Mike Mack, der Chef des Agrochemiekonzerns Syngenta, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 deutlich mehr als im Vorjahr verdient. Seine Gesamtentschädigung wird in dem heute publizierten Geschäftsbericht auf 8,2 Millionen US-Dollar beziffert, nach 4,9 Millionen im Jahr 2013.
Beim Luxusgüterkonzern Richemont erhielten gleich zwei Geschäftsleiter ein Managergehalt. Bernard Fornas (im Bild) bekam 2014 7,9 Millionen Franken (plus 38 Prozent). Sein Kollege Richard Lepeu verdiente im vergangenen Jahr sogar 8,7 Millionen Franken (plus 1 Prozent).
Jean-Paul Clozel gründete den Pharmakonzern Actelion vor 16 Jahren und steht ihm als Geschäftsleiter vor. Für 2014 erhält er 6,87 Millionen Franken. Im Vorjahresvergleich mit 2013 hat er nach 6,36 Millionen Franken in diesem Jahr eine halbe Million mehr.
Die Gesamtvergütung von Aryzta-CEO Owen Killian lag im Jahr 2014 bei 5,87 Millionen Franken. Damit verdiente er im vergangenen Jahr 44 Prozent mehr als noch im Jahr 2013.
Unverändert blieb die Vergütung von Givaudan-Chef Gilles Andrier: Mit 4,16 Millionen Franken verdiente der CEO 2014 genauso viel wie bereits im Vorjahr.Bilder: Keystone
Urs Schaeppi verdiente 2014 als Swisscom-Chef 1,773 Millionen Franken. Damit ist sein Gehalt fast auf gleichem Niveau, in diesem Jahr sind es 60'000 Franken mehr als im Vorjahr.Bilder: Keystone
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RMS

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Mit 14,2 Millionen Franken hat Transocean-Chef Steven Newman im vergangenen Jahr so viel verdient wie kein anderer Top-Manager in der Schweiz. Insgesamt verharrten die Managerlöhne 2014 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.
Newman, der im Februar diesen Jahres abrupt von seinem Posten zurücktrat, verwies damit die letztjährige Nummer eins, Novartis-Chef Joseph Jimenez, auf Platz zwei der Rangliste der bestbezahlten Konzernchefs der Schweiz. Der Pharmakonzern Novartis zahlte Jimenez vergangenes Jahr 12,6 Millionen Franken.

Vergütungen nicht mehr exorbitant

Severin Schwan vom Pharmakonzern Roche und Sergio Ermotti von der Grossbank UBS belegten Platz drei und vier. Sie erhielten 11,9 respektive 11,2 Millionen Franken.
Die Vergütungen für die bestbezahlten Chefs in der Schweiz sind nicht mehr exorbitant: 2010 hatte CS-Chef Brady Dougan noch ein Bonuspaket von 70 Millionen Franken gekriegt, 2014 musste er sich mit 9,7 Mio. zufriedengeben - und mit Platz 5 in der Rangliste der CEO-Löhne der 30 grössten in der Schweiz kotierten Unternehmen.
Über alles gesehen sind die CEO-Löhne und -Boni der grossen Konzerne 2014 nicht substanziell gesunken, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur sda zeigt. Die vier bestbezahlten Chefs erhielten in den letzten drei Jahren jeweils zwischen 11 und 14 Millionen Franken.

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Keine grossen Sprünge

2014 sind von 27 untersuchten Firmen die Vergütungen von 18 CEOs gestiegen, davon bei 5 stark. 8 Konzernchefs mussten Kürzungen hinnehmen - allerdings meist keine drastischen. Durchschnittlich erhielten die Chefs der 30 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz vergangenes Jahr 6,4 Mio. Franken.
Ähnlich sieht die Situation bei den Konzernleitungsmitgliedern der grossen Schweizer Unternehmen aus. Die durchschnittlichen Saläre - berechnet ohne die CEO-Vergütungen - machten keine grossen Sprünge. Am besten bezahlt waren die Konzernleitungsmitglieder der Grossbanken: Bei der UBS erhielten sie im Schnitt 7,6 Millionen Franken, bei der Credit Suisse (CS) 7,3 Millionen Franken.
(sda/ccr)

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