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Diversität

In der Schweiz tut sich was - die Frauen rücken vor

Der Frauenanteil 
in Verwaltungsräten wächst stetig. Geht das so weiter, könnte in 
20 Jahren weltweit Geschlechtergleichheit herrschen.

Maren Meyer

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Ende 2013 hat der Bundesrat entschieden, dass alle bundesnahen Organisationen spätestens Ende 2020 in ihren Verwaltungs- und Stiftungsräten einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent ausweisen müssen. Unter anderem diese bundesnahen Organisationen erfüllen nicht die Quote:Der Verwaltungsrat des Rüstungskonzerns Ruag besteht aus sieben Personen - sechs Männern und lediglich einer Frau. Dabei sollten mindestens drei Frauen im Gremium vertreten sein. RMS

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Ein Durchbruch ist noch fern. Doch zeichnet die neue Studie von Egon Zehnder «Global Board Diversity Analysis 2016», ein hoffnungsvolles Bild zum steigenden Frauenanteil in Verwaltungsräten und Führungsgremien in der Schweiz sowie weltweit. Für den Report wertete das Personalberatungsunternehmen Daten der 1941 grössten Unternehmen in 44 Ländern sowie von 33 der grössten Schweizer Konzerne aus.
Hierzulande ist der Frauenanteil über die letzten zehn Jahre stetig von 5,9 auf 19,2 Prozent gewachsen. Doch mit durchschnittlich 1,9 Frauen pro Verwaltungsrat sei die kritische Masse noch nicht erreicht, heisst es bei Egon Zehnder. Diese liege bei rund 
drei weiblichen Mitgliedern. Erst dann sei ein wirksamer Einfluss auf nachhaltige Veränderungen gewährleistet.

In der Schweiz tut sich was

Im Ländervergleich schneidet die Schweiz schlecht ab. Sie rangiert nicht einmal im Mittelfeld der untersuchten westeuropäischen Staaten. Durchschnittlich sitzen in europäischen Verwaltungsräten 26,2 Prozent Frauen. Zu den Spitzenreitern zählen Norwegen, Schweden, Frankreich und Italien. Diese Länder haben über ein Drittel ihrer VR-Mandate mit Frauen besetzt. Wobei in Italien und Frankreich in den vergangenen vier Jahren die gesetzliche Frauenquote entscheidend war.

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Doch in der Schweiz tut sich etwas: In den letzten zwei Jahren waren 32,6 Prozent der neu gewählten Verwaltungsräte weiblich. Wenn zudem mehr Frauen auf der Position des VR-Präsidenten sässen, in der Öffentlicheit als Führungsfigur aufträten, könnten sie für die kommende Generation als Vorbild gesehen werden, heisst es bei Egon Zehnder.
Wo in Firmen und in welchen Branchen die meisten Frauen anzutreffen sind, sehen Sie in der Bildergalerie:
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Wo in Firmen die meisten Frauen anzutreffen sind:Damit Frauen in die Chefetagen aufsteigen können, braucht es einen Talentpool. Wie gross dieser ist, untersucht der aktuelle Schilling-Report. Die Branchen im Überblick: Immobilienfirmen weisen den höchsten Frauenanteil von allen Schweizer Unternehmen in der Belegschaft auf (45 Prozent). Weibliche CEOs gibt es aber keine in der Branche. RMS

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