Guten Tag,
Die Spitzenköchin Françoise Wicki feiert ihr Comeback – und beweist im «Helvetia», dass sie in ihrer langen Auszeit nichts verlernt hat.
Martin Kilchmann
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Würzig. Es gibt Felchenfilets mit einem sommerlichen Gerstensalat und Kräutern. Es gibt einen würzigen Pulpo-Kräuter-Salat auf Fenchel, serviert mit Orangen, schwarzen Oliven und neuen Kartoffeln. Und es gibt fabelhaften Hackbraten oder Riesenkalbsburger mit Estragon und Kerbel und einer Curry-Tomaten-Sauce. Wicki hat ihre Spezialität, das Würzen, nicht verlernt, ja schiesst auch einmal übers Ziel hinaus. Die Speisekarte ist klein. Ausser den bekannten Evergreens Rindstatar, Trüffelravioli und Wiener Schnitzel enthält sie auch eine periodisch wechselnde Seite mit Wickis Empfehlungen. Die Weinkarte ist okay. Es gibt interessante Weine im Offenausschank, einzig Schweizer Gewächse sind gar mager vertreten – was in einem Lokal namens «Helvetia» eigentlich nicht sein müsste. Wie lange darf man wohl mit Françoise Wicki am Stauffacher rechnen? Die zierlich-energische Frau schmunzelt. «Bis 50 werde ich wohl nicht in einer kleinen Küche Schnitzel braten», sagt sie, die gerade 40 geworden ist. Die grosse Küche in einem kleinen Rahmen könnte sie noch einmal locken. Wir bleiben dran.
Hotel Restaurant Helvetia
Stefan Roth und Françoise Wick
Stauffacherquai 1
8004 Zürich
Tel. 044 297 99 99
www.hotel-helvetia.ch sonntagabends geschlossen, 14 «Gault Millau»-Punkte.
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