Guten Tag,
Manchmal ist nomen eben doch nicht omen: Das «Greulich» ist auch nach dem Chefwechsel vieles, aber bestimmt nicht greulich.
Martin Kilchmann
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Fast perfekt. Hartmann hat sich der Herausforderung mit jugendlicher Begeisterung gestellt. Beruhigend zu wissen, dass der 28-Jährige über das notwendige Handwerk verfügt: Er arbeitete mit Antonio Colaianni im «Casale» in Wetzikon und lernte zwei Jahre lang im hippen «Hangar-7» in Salzburg die Kniffe von weltberühmten Köchen kennen. Die stilistische Sicherheit, die er sich angeeignet hat, lässt ihn höchst gelungen einen gebratenen Wolfsbarsch mit Saubohnen, einem Pulpo-Carpaccio und einem Basilikumschaum-Süppchen kombinieren. Zum Zander aus dem Luganersee legt er den herbstlichen Steinpilz, bettet das Ganze auf frischen Spinat und umgibt es mit feinem Sherryschaum. Den Kalbsrücken brät er, die Kalbsbacke schmort er, dazu kommt ein etwas aufdringlich süsses Vanillekartoffelpurée mit Sommergemüse und einem wunderbaren Kalbsjus. Kurz: Hartmann kocht überraschend, überlegt und nahezu perfekt. Der Chefwechsel hat dem «Greulich» nicht geschadet. In Anlehnung an einen Slogan von Valserwasser ist man geneigt zu sagen: «Alles wird besser. ‹Greulich› bleibt gut.»
Hotel-Restaurant Greulich
Luzia Penner, Marco Hartmann
Herman-Greulich-Strasse 56
8004 Zürich
Tel. 043 243 42 43
www.greulich.ch
Sonntags geschlossen.
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