Kooperations-Koalition (KoKo)
Dies ist ein Modell, das der Vorsitzende der SPD-Linken, Matthias Miersch, ins Gespräch gebracht hat. Die SPD träte in eine Regierung ein und besetzte auch Ministerposten. In einem internen Papier zählt Miersch beispielhaft konkrete Projekte auf, die vereinbart würden - etwa Solidarrente, Bürgerversicherung oder Reichensteuer - und somit Vorhaben, die bei der Union derzeit auf Ablehnung stossen. «Im zweiten Kapitel vereinbart man, dass bestimmte Dinge, wie zum Beispiel der Haushalt, gemeinsam verabschiedet werden», sagte Miersch am Dienstag. «Im dritten Kapitel vereinbart man ein gemeinsames Kabinett. Und im vierten Kapitel, und das ist entscheidend, sagt man, all das, was nicht in dieser Vereinbarung drin ist, obliegt dem Parlament. Das heisst die Fraktionen sind frei, sich Mehrheiten im Parlament zu den einzelnen Sachfragen zu suchen.» Dies stösst bei der Union mit dem Argument auf Widerstand, dass man nicht Regierung und Opposition gleichzeitig sein könne.