Nissan will zusammen mit der ETH Lausanne ein durch Gedanken gesteuertes Auto konstruieren. Mit dem Experiment wollen die Forscher das Fahren sicherer machen.
Beim Gedanken-Steuern eines Autos muss man sich wie ein Telepath vorkommen. (Bild:Keystone) RMS
Der japanische Autohersteller Nissan und die ETH Lausanne wollen gemeinsam ein Auto entwickeln, das durch die Gedanken des Fahrers gesteuert wird. Das soll das FahrgefΓΌhl verbessern und die Sicherheit auf der Strasse erhΓΆhen.
Die ETH-Forscher und Nissan stellen sich das Auto von morgen folgendermassen vor: Eine Art MΓΌtze misst die HirnaktivitΓ€t und die Augenbewegungen des Fahrers. Gleichzeitig rastern Sensoren am Auto stΓ€ndig die Fahrumgebung ab. So soll es mΓΆglich werden vorauszusagen, was der Fahrer als nΓ€chstes vorhat.
Wenn der Fahrer zum Beispiel daran denkt, links abzubiegen, wird das erfasst und das Auto bereitet sich automatisch auf das ManΓΆver vor: Es bremst ab, spurt ein und fΓ€hrt dann die Kurve. Um eine solche Gedankenkontrolle im tΓ€glichen Verkehr zu ermΓΆglichen, mΓΌssen aber neue, viel genauere Systeme entwickelt werden als bisher.
Die Partnerschaft zwischen der Hochschule und dem Automobilkonzern begann diesen Sommer mit der Ankunft eines Nissan-Forschers auf dem Lausanner Campus. Die Zusammenarbeit ist auf vier Jahre angelegt, wie ETH-Sprecher Michael Mitchell sagte. Γber die von Nissan ΓΌbernommenen Kosten sei Stillschweigen vereinbart worden.