Fussballstar Xabi Alonso outet sich als Finanzexperte
Der spanische Fussballstar Xabi Alonso macht nicht nur auf dem Spielfeld eine gute Figur. Wie ein Video-Interview zeigt, kennt er sich auch bei Finanzfragen fast wie ein Profi aus.
Mathias Ohanian
Xabi Alonso hat auf und neben dem Feld den Durchblick.Β Β Keystone RMS
Als Fussballer hat Xabi Alonso fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Mit Spanien wurde er Welt- und Europameister, mit Liverpool und Real Madrid siegte er in der Champions League. Hinzu kommen diverse nationale Titel mit seinen Vereinsmannschaften. Was bislang nicht bekannt war: Der 33-JΓ€hrige scheint offenbar auch in Finanzfragen ein Vollprofi zu sein.
Selten hat ein Sportler so informiert ΓΌber Wirtschaft und Geld gesprochen wie Alonso nun im Video-Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Als Fussballer verdiene man im Laufe seiner Karriere eine Menge und mΓΌsse kluge genug sein, dieses Geld auch gut anzulegen, so der Fussballer, der seit 2014 bei Bayern MΓΌnchen unter Vertrag steht. Dort verdient er geschΓ€tzt acht Millionen Euro pro Jahr.
Dank Β«diversifiziertem PortfolioΒ» vor Krisen gewahrt
Alonso selbst verfolgt ein Β«diversifiziertes PortfolioΒ», mit Immobilien etwa. Damit versuche er, nicht von plΓΆtzlichen Krisen wie jetzt in China oder der letzten Finanzkrise kalt erwischt zu werden. Da seine Karriere sich nun langsam dem Ende neige, beschΓ€ftige er sich noch mehr mit dem Thema Finanzen, sagt er. Β«Ich versuche, einen Businessplan zu verfolgen.Β» Entsprechend sei er ΓΌber die Auf und Abs an den globalen MΓ€rkte informiert.
Partner-Inhalte
Werbung
Alonsos Interesse endet indes nicht bei seinen privaten Finanzen. Auch die wirtschaftliche Entwicklung in seiner Heimat verfolgt Alonso laut Interview aufmerksam: Die Finanzkrise und die harten Massnahmen seien fΓΌr seine Leute einschneidend gewesen. Doch nun wachse Spaniens Wirtschaft um rund 3 Prozent oder mehr.
Optimistische Sicht auf Spaniens Wirtschaft
Β«Die Makrozahlen fΓΌr Spanien sehen wirklich gut ausΒ», so Alonso. Hoch hingegen sei noch immer die Arbeitslosigkeit. Die wirtschaftliche Erholung komme noch nicht an bei den Menschen, langfristig dΓΌrfte die Zahl der Arbeitslosen aber sinken. Ohnehin sei er nicht nur fΓΌr Spanien optimistisch, sondern fΓΌr Europa insgesamt.
TatsΓ€chlich gehΓΆrt Spanien in Europa derzeit zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. In den ersten beiden Quartalen legte das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 und schliesslich 1 Prozent zu. Kein anderes Land in der Euro-Zone dΓΌrfte in diesem Jahr wirtschaftlich stΓ€rker wachsen. Die nach der Finanzkrise drastisch gestiegene Arbeitslosigkeit ist jedoch noch immer hoch: Zuletzt waren nach offiziellen Zahlen noch immer 22,2 Prozent der Menschen ohne Job.