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Europa: Die 75 einflussreichsten Businessfrauen der Welt

Sie steuern Konzerne durch Krisen, bauen Unternehmen um und frischen Labels auf: 75 Topmanagerinnen und ihre Erfolgsstrategien.

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Isabel Aguilera RMS

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Die glΓ€serne Decke erhΓ€lt Risse: Vermehrt schaffen es auch Frauen an die Spitze von Konzernen. Am 11. Dezember 2003 ΓΌbertrug Christoph Blocher die FΓΌhrung der Ems-Chemie seiner Tochter Magdalena Martullo-Blocher. Die zweifache Mutter erhielt den Vorzug vor ihrem jΓΌngeren Bruder Markus. Sie leitet nun eines der grossen Schweizer Unternehmen mit ΓΌber 2600 Angestellten. Noch ist Martullo-Blocher eine der raren Ausnahmen: In den GeschΓ€ftsleitungen der 265 bΓΆrsenkotierten Schweizer Firmen sitzen gerade mal drei Prozent Frauen. Dennoch: Was Frauen wie Carly Fiorina beim Computerkonzern Hewlett-Packard oder Marjorie Scardino beim Verlagshaus Pearson leisten, hat sich lΓ€ngst herumgesprochen. Mit Magdalena Martullo-Blocher verzeichnet diese Liste der weltweit 75 einflussreichsten Managerinnen nun einen prominenten Neuzugang aus der Schweiz.
Vorname Name (Alter, NationalitΓ€t)
Firma, Sitz / Funktion
Jahresumsatz 2003 / Anzahl Mitarbeiter 2003
Isabel Aguilera (43, E)
NH Hoteles, Madrid / Direktorin
1,4 Mrd. Fr. / 9800
Isabel Aguilera wechselte vor zwei Jahren von der Spitze der iberischen Niederlassung des Computerherstellers Dell in die Hotelbranche. Vorher hatte sie sechs Jahre fΓΌr Hewlett-Packard gearbeitet. In ihren zwei Jahren an der operativen Spitze der zweitgrΓΆssten spanischen Hotelkette vermochte sie deren RentabilitΓ€t enorm zu steigern. Sie gilt als starke Managerin, ist eine der stΓ€ndigen GΓ€ste bei Talkshows oder Management-Konferenzen und im Executive Board einer bekannten spanischen Businessschule. Aguilera, verheiratet und mehrfache Mutter, ist in allen Rankings der einflussreichsten Spanierinnen vertreten.

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Luzia Annunziata (53, I)
RAI, Rom / VR-PrΓ€sidentin
3,9 Mrd. Fr. / 9700 fest angestellte und 30 000 externe
Viele trauten ihr wenig zu, als sie letzten FrΓΌhling ΓΌberraschend PrΓ€sidentin der RAI wurde. Die Rechte glaubte, mit ihr leichtes Spiel zu haben. Die Linke kritisierte sie scharf: Sie sei das Feigenblatt eines Verwaltungsrats, das nach der Pfeife von Premier und Medienzampano Berlusconi tanze. Stattdessen hat niemand bisher die MissstΓ€nde innerhalb der RAI so schonungslos aufgedeckt und niemand so dagegen angekΓ€mpft wie sie. Ein Schreckgespenst fΓΌr WendehΓ€lse und DuckmΓ€user.

Sly Bailey (41, GB)
Trinity Mirror, London / CEO
2,4 Mrd. Fr. / 11 000
Als die âffentlichkeitsscheue Blondine im Februar 2003 den drittgrâssten Zeitungsverlag des Landes übernahm, schlingerte das Unternehmen sichtlich. Bailey ordnete eine gründliche Überprüfung an. Seit vergangenem Sommer gilt ihr Motto «Stabilisieren, erneuern, wachsen». Mit diesem Dreiklang soll der Umschwung gelingen. Kein leichter Job: Das Flaggschiff «Daily Mirror» verliert, wie es scheint, unaufhaltsam an Auflage.

Sari Baldauf (49, FIN)
Nokia Networks, Espoo, Finnland / PrΓ€sidentin
46 Mrd. Fr. (Konzern) / 51 748 (2002, Konzern)
WΓΌrde Sari Baldaufs Karriere beim finnischen Vorzeigeunternehmen vertont, es mΓΌsste einer jener OhrwΓΌrmer sein, die aus jedem Nokia-Handy erklingen. Vor ΓΌber zwanzig Jahren kam sie mit einem limitierten Vertrag zu Nokia, blieb – und erklomm Sprosse fΓΌr Sprosse nach oben. Heute prΓ€sidiert sie eine der wichtigsten Business-Units des Konzerns. Obwohl die Nachfrage fΓΌr mobile Infrastruktur derzeit weltweit harzt, schlΓ€gt sich Baldauf besser als der Markt.

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Patricia Barbizet (48, F)
Pinault-Printemps-La Redoute (PPR), Paris / VR-PrΓ€sidentin & CEO Artemis
38 Mrd. Fr. (PPR) / 100 000 (PPR)
Patricia Barbizet ist als rechte Hand von FranΓ§ois Pinault die wohl mΓ€chtigste Unternehmerin Frankreichs. Sie leitet Pinaults Finanzholding Artemis und ist VR-PrΓ€sidentin von PPR, einem der grossen Retailer und Inhaber von Luxusmarken wie Gucci und Yves Saint Laurent. Ausserdem ist Barbizet VR-PrΓ€sidentin von Christie’s International und in fΓΌhrender Position im Arbeitgeberverband Medef.

Marina Benziger (39, I)
Tele Atlas Italia, Mailand / Co-Direktorin
ca. 15,6 Mio. Fr. / 160
Letztes Jahr wurde sie zu Italiens Managerin des Jahres gekΓΌrt, ohne dass sie dafΓΌr auf Jetset-Partys herumstΓΆckeln musste. Man(n) hat sich ihren Namen auch so gemerkt. Die Β«SvizzerottaΒ» – Mutter Piemontesin, Vater Schwyzer – hat dem belgischen Mutterhaus, einem fΓΌhrenden Unternehmen im Markt der digitalen Karten, mit der Niederlassung in Italien nicht bloss erhΓΆhte Umsatzzahlen beschert, sondern auch ein glΓ€nzendes Image: Auch mit leisen TΓΆnen und feinen Umgangsformen lΓ€sst sich wirtschaften. Und erst noch erfolgreich.

Marina Berlusconi (38, I)
Fininvest, Mailand / VizeprΓ€sidentin
6,3 Mrd. Fr. (2002) / 20 242
Ihr Mann ist TΓ€nzer an der MailΓ€nder Scala, sie Primaballerina auf Italiens WirtschaftsbΓΌhne. Sie hat einen Riecher fΓΌrs GeschΓ€ft, liebt Herausforderungen, gilt als Β«weiblicher StachanowΒ». Sie fΓΌhrt die Familienholding von Erfolg zu Erfolg und verzichtet dabei – im Gegensatz zu ihrem Vater Silvio – darauf, von sich selbst zu schwΓ€rmen. Sie hatte beste Startchancen, gewiss, doch sie nΓΌtzte diese optimal. Gilt mittlerweile als treibende Kraft im Konzern.

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Elisabeth Bleyleben-Koren (55, A)
Erste Bank, Wien / Vize-Vorstandsvorsitzende
200,5 Mrd. Fr. (Bilanzsumme) / 37 650
Elisabeth Bleyleben-Koren ist seit 1999 Vize-Vorstandsvorsitzende der Ersten Bank, des zweitgrΓΆssten Finanzinstituts des Landes. Die elegante Juristin fΓΌhrt mit harter Hand, was ihr den Beinamen Β«EisprinzessinΒ» eingetragen hat. Ihre Karriere hat die Tochter eines konservativen Finanzministers und Notenbankchefs bei der Creditanstalt begonnen. Von dort wechselte die kinderlose Bley-leben-Koren zur Ersten.

Ana Patricia BotΓ­n (43, E)
Banesto, Madrid / PrΓ€sidentin
998,1 Mio. Fr. (Nettogewinn) / 9863
Die viersprachige Bankierstochter, die einen Teil ihrer Schulausbildung in der Schweiz absolvierte, startete ihre Karriere als 21-JΓ€hrige bei der US-Bank JP Morgan in Madrid. Nach vier Jahren war sie bereits VizeprΓ€sidentin fΓΌr den Bereich Latein-amerika in New York. Ana Patricia BotΓ­n gilt in internationalen Finanzkreisen als eine der einflussreichsten Frauen. Ihr Vater, Emilio BotΓ­n, ist Chef und AktionΓ€r des Banco Santander Central Hispano, der grΓΆssten Bank des Landes und Muttergesellschaft von Banesto. Ana Patricia BotΓ­n ist verheiratet und hat drei Kinder.

Diana Bracco (63, I)

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Bracco, Mailand / PrΓ€sidentin
ca. 1,7 Mrd. Fr. / 3600
Sie wurde am vergangenen 8. MΓ€rz, dem Frauentag, von Italiens StaatsprΓ€sident Ciampi mit dem Titel Β«Cavaliere di Gran CroceΒ» geehrt. Eine weitere Auszeichnung fΓΌr eine Frau, die sich in der Pharmaindustrie wie in der Forschung – auch in der Schweiz – mit Weitsicht, Engagement und ΓΆkonomischem Realismus profiliert hat. Die PrΓ€sidentin des Familienunternehmens ist auch PrΓ€sidentin des Berufsverbandes. KΓΆnnte man Manager klonen, sie wΓ€re fΓΌr viele die erste Kandidatin.

Rose Marie Bravo (53, USA)
Burberry, London / CEO
1,1 Mrd. Fr. / 3600
Den verschnarchten Traditionsladen Burberry, 1856 gegrΓΌndet, trimmte die Italo-Amerikanerin nach ihrem Amtsantritt 1997 in Windeseile auf Gewinn, indem sie auf ein jΓΌngeres Publikum setzte und elegante Ware feilbot. Bravo war zuletzt wochenlang im GesprΓ€ch als neue Chefin der Gucci-Gruppe, was sie schliesslich dementierte. Seit MΓ€rz dieses Jahres hat das Unternehmen auch einen weiblichen CFO.

Peggy Bruzelius (55, S)
Electrolux, Stockholm / Profi-VerwaltungsrΓ€tin
21,4 Mrd. Fr. / 77 140
Bruzelius absolvierte eine steile Karriere bei ABB. WΓ€hrend sechs Jahren bis 1997 war sie Chefin der Abteilung Financial Services. Heute hΓ€lt sie zahlreiche gewichtige VR-Mandate, so bei Electrolux, dem weltgrΓΆssten Hersteller von elektronischen KΓΌchengerΓ€ten. Ausserdem gehΓΆrt sie zum Verwaltungsrat des weltgrΓΆssten Agrochemie-Konzerns, Syngenta mit Sitz in Basel.

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Charlene L. de Carvalho-Heineken (49, NL)
Heineken, Sitten / VR-PrΓ€sidentin L’Arche Holding
4,3 Mrd. Fr. / 40 000
Als Ehefrau eines Investment-Bankers lΓ€sst sich die Heineken-Erbin nicht von aggressiven
Konkurrenten treiben. Sollen die belgische Interbrew oder die dΓ€nische Carlsberg weltweit noch so viele Bierfabriken schlucken und, gemessen am Ausstoss, an Heineken vorbeiziehen – am Ende zΓ€hlt nur der Gewinn. Die Mutter von fΓΌnf Kindern steuert Heineken aus dem Wallis, wo der 2002 verstorbene Vater Alfred (Β«FreddieΒ») Heineken das Dach fΓΌr die internationalste aller Braugruppen geschaffen hat.


Vivienne Cox (44, GB)
BP, London / Group Vice President
293,2 Mrd. Fr. / 115 000
Cox kam gleich nach dem Studium zum zweitgrΓΆssten MineralΓΆlkonzern der Welt und kletterte rasch die Karriereleiter hinauf. In den Neunzigerjahren war sie zwei Jahre lang hΓΆchst erfolgreich in Wien tΓ€tig, knΓΌpfte dort wichtige Kontakte nach Russland, wo BP jetzt sagenhafte Gewinne macht. Inzwischen ist die Mutter eines Kleinkindes als Group Vice President die hΓΆchste Frau in der BP-Hierarchie.

Ingrid Deltenre (43, CH)
SF DRS, ZΓΌrich / Direktorin
495,2 Mio. Fr. (Betriebsertrag 2002) / 1093
Die Attribute waren mΓ€nnlich, als Ingrid Deltenre Anfang 2003 zur ersten Direktorin in der Geschichte des Schweizer Fernsehens gewΓ€hlt wurde: Β«Habemus Papam!Β», frohlockte in bildungsbΓΌrgerlichem Pathos die Β«NZZ am SonntagΒ»; eine Β«Frau als BossΒ», notierte verwundert das TV-Blatt Β«TeleΒ». MΓΆglicherweise lag das daran, dass Deltenre zwar frΓΌh in die Poleposition vorgerΓΌckt, ihre Kandidatur aber nicht unumstritten gewesen war. Und das lag weniger an ihr als an dem Mann, der sie portiert hatte: SRG-Chef Armin Walpen. Seit sie im Amt ist, gibt es nichts mehr zu mΓ€keln, Deltenre macht das, was die Β«WeltwocheΒ» einst prophezeit hatte: Β«Tempo, Tempo, Tempo.Β» Und Tempo ist schliesslich geschlechtsneutral.

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Marie Ehrling (49, S)
TeliaSonera, Farsta, Schweden / PrΓ€sidentin
14,1 Mrd. Fr. / 29 173 (2002, Konzern)
Als Ende 2002 das schwedische Telekommunikationsunternehmen Telia mit dem finnischen Konkurrenten Sonera zur TeliaSonera fusionierte, wechselte die Airline-Managerin Marie Ehrling in die Telekom-Branche. Die ehemalige Topmanagerin der Scandinavian Airlines (SAS) leitet nun die KonzernaktivitΓ€ten in Schweden – mobile Kommunikation, Festnetz, Breitband und Internet-aktivitΓ€ten – und fΓΌhrt damit rund 10 000 Mitarbeiter.

Clara Furse (46, CDN/NL)
London Stock Exchange, London / CEO
523,6 Mio. Fr. / 500
Erst beklagte sich Furse darΓΌber, Themen aus BΓΆrse und Finanzwelt wΓΌrden in der Γ–ffentlichkeit nicht seriΓΆs diskutiert. Dann lieferte sie unfreiwillig den Beweis gleich hinterher: In der Londoner City kursierten im vergangenen Jahr so hartnΓ€ckig GerΓΌchte ΓΌber ihr Privatleben, dass Europas grΓΆsste BΓΆrse per Pressemitteilung mit Verleumdungsprozessen drohte. Seither konzentrieren sich die BΓΆrsianer wieder aufs Geldverdienen.

Rosa GarcΓ­a (39, E)
Microsoft IbΓ©rica, Madrid / CEO
499 Mio. Fr. / 403
Rosa GarciΓ‘ zΓ€hlt zu den so genannten Β«SuperfrauenΒ» in Spanien. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Dennoch schaffte es die 39-JΓ€hrige im Jahr 2000 bis zur VizeprΓ€sidentin von Microsoft unter Steve Ballmer und galt als seine rechte Hand. Seit 2002 leitet sie die GeschΓ€fte in Spanien. 2003 gelang es GarcΓ­a, dass die Microsoft-VerkΓ€ufe mit 14 Prozent ΓΌberdurchschnittlich wuchsen. Die gelernte Mathematikwissenschaftlerin hat vorher unter anderem beim Hardwarehersteller NEC gearbeitet.

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Monika Gommolla (52, D)
Maritim-Hotelgruppe, Bad Salzuflen, Deutschland / Inhaberin
506,8 Mio. Fr. / 5800
Nach dem Tod ihres Vaters Hans-Joachim Gommolla ΓΌbernahm die promovierte Juristin die Hotelkette Maritim und baute die Gruppe kontinuierlich aus zum zweitgrΓΆssten deutschen Herbergenbetrieb mit inzwischen fast 11 000 Zimmern in 44 HΓ€usern, davon 20 im Eigentum. Die Inhaberin kΓΌndigte gerade eine stΓ€rkere Internationalisierung an, hisste kΓΌrzlich die Maritim-Flagge auf drei Hotels in Kuba sowie einem Haus in Bali.

Val Gooding (53, GB)
Bupa, London / CEO
7,5 Mrd. Fr. / 40 000
Mit einem Marktanteil von 40 Prozent ist Bupa Grossbritanniens grΓΆsster privater Krankenversicherer und betreibt mehr als 40 SpitΓ€ler. Durch ZukΓ€ufe in Irland, Spanien und Australien hat Gooding das Unternehmen konsequent internationalisiert. Zunehmend ist Bupa auch aktiv im PflegeheimgeschΓ€ft – in der rasch alternden Gesellschaft ein Zukunftsmarkt.

FranΓ§oise Gri (46, F)
IBM France, Paris / CEO
6,2 Mrd. Fr. (2002) / 13000
FranΓ§oise Gri absolvierte die Ingenieurschule Ecole nationale supΓ©rieure und trat 1981 bei IBM ein. Sie ΓΌbernahm Posten in Frankreich und im Ausland und arbeitete sich nach oben, bis sie 2001 an der Spitze ankam.

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Dominique HΓ©riard Dubreuil (57, F)
RΓ©my Cointreau, Paris / CEO
1,6 Mrd. Fr. / 2200
Die Juristin Dominique HΓ©riard Dubreuil arbeitete 20 Jahre lang in PR-Agenturen, bevor sie 1988 zu RΓ©my Martin stiess. Die Remy-Cointreau-Gruppe gehΓΆrt zu zwei Dritteln den Familien Cointreau und HΓ©riard Dubreuil. 1998 ΓΌbernahm Dominique von ihrem Vater den Verwaltungsratsvorsitz, fokussierte die verschuldete Gruppe und brachte sie zurΓΌck in die Gewinnzone. Seit 2001 amtet sie als CEO.

Heidi Horten (63, A)
Helmut-Horten-Stiftung, Agno / Stiftungsvorstand
Die Witwe des frΓΌheren deutschen KaufhauskΓΆnigs Helmut Horten zog zwar aus der Schweizer Wahlheimat zurΓΌck ins heimische Wien. Hortens Milliarden bleiben indes unantastbar im Tessin gebunkert und beschΓ€ftigen speziell bei der UBS etliche Anlageexperten. Der Patriarch hatte vor seinem Tod den damaligen Bankverein (heute UBS) mit der VermΓΆgenskontrolle und -mehrung beauftragt. Heidi Horten darf, als Vorerbin der Stiftung, nur die ErtrΓ€ge des Grundstocks verschwenden.
Monika Kircher-Kohl (46, A)
Infineon Austria, Villach / Vorstandssprecherin
831,2 Mio. Fr. / 2600
Die Vorstandssprecherin von Infineon Austria, Monika Kircher-Kohl, arbeitete in der Entwicklungspolitik, war ab 1991 in der Regierung der KΓ€rtner Stadt Villach, die sie durch einen einzigen Beteiligungsverkauf zur reichsten Stadt Γ–sterreichs machte. 2001 holte sie der deutsche Chiphersteller Infineon in den Vorstand. Unter Kircher-Kohl ΓΌbersiedelte die automotive Sparte nach Γ–sterreich.

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Susanne Klatten (42, D)
BMW, MΓΌnchen, und Altana / GrossaktionΓ€rin, AufsichtsrΓ€tin
68,6 Mrd. Fr. (BMW) / 114 700 (BMW)
Die Tochter des deutschen Grossindustriellen Herbert Quandt suchte als Praktikantin unter Alias-Namen schon frΓΌh Einblicke in den Konzern, den sie zusammen mit Mutter Johanna und Bruder Stefan Quandt erbte und bis heute kontrolliert. Die Quandt-Gruppe steuert mit der Autoschmiede BMW und der Pharmafirma Altana in Deutschland gleich zwei der 30 fΓΌhrenden bΓΆrsenkotierten DAX-Unternehmen. Die diplomierte Betriebswirtin mit MBA vom Lausanner IMD und Mutter von drei Kindern lenkt das Imperium diskret via Kontrollgremien.

Esther Koplowitz (53, E)
Fomento de Construcciones y Contratas (FCC), Madrid / Verwaltungsratsmitglied & HauptaktionΓ€rin
9,4 Mrd. Fr. / 53 000
Die attraktive Esther Koplowitz gehΓΆrt zu den reichsten Frauen des Landes und gilt als eine der besten Unternehmerinnen. Ihr PrivatvermΓΆgen wird auf rund 800 Millionen Euro geschΓ€tzt. Ihre Firma ist Branchenleaderin in Spanien. Immer wieder wird spekuliert, dass sie ihren 28-Prozent-Anteil verkauft und sich aus dem GeschΓ€ft zurΓΌckzieht. Aber nach eigenen Aussagen lehnt sie das ab und mischt sich immer wieder ins Alltags-geschΓ€ft ein. Derzeit verhandelt sie darΓΌber, den rund 25-prozentigen Anteil des franzΓΆsischen Unternehmens Veolia an FCC wieder zurΓΌckzukaufen. Die 53-JΓ€hrige hat drei TΓΆchter.

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Barbara Kux (50, CH)
Royal Philips Electronics, Amsterdam / Senior Vice President, Chief Procurement Officer
45,2 Mrd. Fr. / 164 438 (Konzern)
Im Oktober 1997 zierte Barbara Kux als Β«Frau des MonatsΒ» das Titelblatt der BILANZ – als erst sechste Cover-Heldin in der damals zwanzigjΓ€hrigen Geschichte unseres Wirtschaftsmagazins. Β«Eine Frau erobert den Osten – wie Barbara Kux fΓΌr NestlΓ© neue MΓ€rkte erschliesstΒ», titelten wir damals. Doch auch dieser Einsatz fΓΌr den grΓΆssten Nahrungsmittelkonzern der Welt blieb nur eine Episode im unaufhaltsamen
beruflichen Aufstieg der ehemaligen McKinsey-Beraterin, ABB-Topmanagerin und Direktorin von Ford Europe. Barbara Kux sitzt seit Oktober 2003 im Vorstand von Philips und ist dort verantwortlich fΓΌr den weltweiten Einkauf des 45-Milliarden- Konzerns. Seit April 2004 amtet Kux zudem als Chairman of the Sustainability Board der Royal Philips Electronics.


Anne Lauvergeon (44, F)
Areva, Paris / Vorstandsvorsitzende
12,8 Mrd. Fr. / 75 000
Anne Lauvergeon verkΓΆrpert den franzΓΆsischen Staatskapitalismus: Eliteschule, Physikstudium, steter Wechsel zwischen Privatwirtschaft und Ministerien. Heute erhΓ€lt sie Sukkurs von Sozialisten und der Rechten, Chirac war erster Gratulant bei der Geburt ihres Kindes. Die von ihr gefΓΌhrte Areva, der grΓΆsste Nuklearkonzern der Welt, hat sie gegen WiderstΓ€nde aus anderen Firmen fusioniert. Der Staatsbetrieb soll privatisiert werden.

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Ana Isabel MariΓ±o Ortega (42, E)
Paradores de Turismo de EspaΓ±a, Madrid / PrΓ€sidentin
385,7 Mio. Fr. / 4300
Ana Isabel MariΓ±o Ortega hat aus der staatlichen Hotelkette Paradores de Turismo ein technologiefreundliches, modernes und profitables Unternehmen gemacht. Sie ist die erste Frau an der Spitze des 70 Jahre alten Traditionshauses, das, als sie vor ein paar Jahren das Ruder ΓΌbernahm, gerade eine schwere Krise erlebte. Die mittelalterlichen Burgen fungieren dank ihrem planerischen Talent, ihrem Ideenreichtum und ihrem Perfektionssinn inzwischen immer mehr auch als Bleibe fΓΌr Busi-nessleute, und die Restaurants zΓ€hlen zu den besten des Landes. MariΓ±o Ortega hat vorher als AnwΓ€ltin und in FΓΌhrungs-positionen in zahlreichen staatlichen Institutionen gearbeitet.

Magdalena Martullo- Blocher (34, CH)
Ems-Chemie, Domat/Ems / VizeprΓ€sidentin & CEO
1,2 Mrd. Fr. / 2637
Martullo-Blocher studierte Wirtschaft an der Hochschule St. Gallen und profilierte sich danach als Marketingleiterin beim GetrΓ€nkehersteller Rivella. Anfang 2001 holte sie ihr Vater Chris-toph Blocher in die Ems-Chemie. Im Dezember 2003, anlΓ€sslich seiner Wahl in den Bundesrat, ΓΌbertrug Blocher seiner Γ€ltesten Tochter das Amt als Konzern-chefin. Martullo-Blocher ist verheiratet und zweifache Mutter.

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Nancy McKinstry (45, USA)
Wolters Kluwer, Amsterdam / Chairwoman of the Executive Board
5,2 Mrd. Fr. / 20 000
Kaum hatte Nancy McKinstry im SpΓ€therbst 2003 den Chefposten beim niederlΓ€ndischen Medienkonzern Wolters Kluwer ΓΌbernommen, herrschte ein neuer Wind. Β«Wolters Kluwer said it would cut 8 per cent of its workforce or 1600 jobs as part of a three-year plan to turn around the dutch publishing groupΒ», meldete die Β«Financial TimesΒ». McKinstry, eine ehemalige Beraterin bei Booz, Allen & Hamilton, verordnete dem Haus eine radikale Fitnesskur, weil der Verlag fΓΌr Gesundheits-, Steuer- und Businesspublikationen in den vergangenen Jahren zu schnell gewachsen war.

Liz Mohn (62, D)
Bertelsmann, GΓΌtersloh / GrossaktionΓ€rin & AufsichtsrΓ€tin
28,5 Mrd. Fr. / 73 900
Im Schatten ihres Mannes Reinhard Mohn zog Liz Mohn lange fast unbemerkt von der Γ–ffentlichkeit die FΓ€den in Europas grΓΆsstem Medienkonzern, Bertelsmann mit den TΓΆchtern RTL (Fernsehen), Gruner + Jahr (Β«SternΒ»), der Musikfirma BMG sowie dem klassischen Buchclub-Business. Dass der Patriarch nichts ohne sein Frau entschied, spΓΌrten erst nur leitende Angestellte – wenn Liz Mohn sie feuerte. Als Vorsitzende der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft, die 75 Prozent aller Aktien kontrolliert, hΓΌtet Liz Mohn den Einfluss der Familie.

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Pauline Neville-Jones (64, GB)
Qinetiq Group, Farnborough, England / Chairwoman
5,5 Mrd. Fr. / 9000
30 Jahre im diplomatischen Dienst Ihrer MajestΓ€t, zuletzt noch Geheimdienst-Koordinatorin in der Downing Street: Als die britische Regierung 2002 die Forschungsagentur des Verteidigungsministeriums semiprivatisieren wollte, war die frΓΌhere Spitzenbeamtin genau richtig fΓΌr die heikle Aufgabe. Der Dank des Vaterlandes ist ihr gewiss – den entsprechenden Titel hat sie schon: Dame Commander of the British Empire.

Claudia Oszwald (43, A)
H&M Γ–sterreich, Wien / GeschΓ€ftsfΓΌhrerin
697,1 Mio. Fr. (2002/2003) / 2470
Claudia Oszwald jobbte 1987 in einer ZΓΌrcher H&M-Filiale als Aushilfskraft. FΓΌnf Jahre spΓ€ter wurde sie Filialleiterin. FΓΌr den Einstieg der Schweden in Γ–sterreich ΓΌbersiedelte die Tirolerin nach Wien. 1999 wurde die vierfache Mutter Chefin der hochprofitablen ΓΆsterreichischen Konzerntochter. Unter der unprΓ€tentiΓΆsen und durchschlagskrΓ€ftigen Oszwald wurde der Einstieg von H&M in Tschechien vollzogen, Slowenien folgt.

Wanda Rapaczynski (57, PL)
Agora, Warschau / President of the Management Board
282,5 Mio. Fr. / 3936 (2002)
Wanda Rapaczynski ist ein Kind ihres Landes: 1968, damals knapp ΓΌber zwanzig, verliess sie ihre polnische Heimat, studierte in New York Psychologie, machte in Yale den Master of Private & Public Management und ging, kaum war die Mauer gefallen, zurΓΌck in die Heimat. Heute ist sie Topmanagerin beim grΓΆssten Medienkonzern Polens, der unter anderem die Tageszeitung Β«Gazeta WyborczaΒ» herausgibt – ein Blatt, das einst von Dissidenten als antikommunistische Zeitung gegrΓΌndet worden war.

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Dominique Reiniche (48, F)
Coca-Cola Europe, Paris, Coca-Cola Enterprises /President Europe Group
6,2 Mrd. Fr. / 10 000 (Europa)
Reiniche war eine der ersten Frauen, die an der Eliteschule Essec abschloss. Sie begann bei Procter & Gamble, 1986 wurde sie bei Kraft Jacobs Suchard Marketingverantwortliche. 1992 stiess sie zu Coca-Cola Enterprises, einer Distributionsgesellschaft von Coke-Produkten. Sie begann als Marketingfrau und stieg bis an die Spitze auf. Zuletzt machte ihr der Skandal mit dem minderwertigen Mineralwasser Dasani zu schaffen, das in England, Deutschland und Frankreich vom Markt genommen wurde.

Joanna Rowling (38, GB)
Β«Harry PotterΒ» / Inhaberin der geistigen Alleinrechte
Die Autorin von mittlerweile fΓΌnf BΓ€nden zauberhafter Internatsgeschichten hat das Lesever-
halten von Millionen von Kindern weltweit verΓ€ndert. Verlagschefs (bisher verkaufte BΓΌcher weltweit: mehr als 200 Millionen) und Merchandising-Produzenten (geschΓ€tzter Umsatz: mehr als 2 Milliarden Franken pro Jahr) liegen ihr zu FΓΌssen. Das VermΓΆgen der einstigen SozialhilfeempfΓ€ngerin wird auf 650 Millionen Franken geschΓ€tzt.

Magda Salarich (47, E)
CitroΓ«n, Madrid / CEO EspaΓ±a
und Chefin fΓΌrs EuropageschΓ€ft
78,6 Mrd. Fr. (Konzern) / 1090 (Spanien)
Die 47-jΓ€hrige Spanierin arbeitet seit 1979 bei CitroΓ«n. Ihr ist es zu verdanken, dass die Automarke hier zu Lande inzwischen zu den meistverkauften gehΓΆrt: Europaweit hat sie die PSA-Gruppe enorm vorangebracht. Salarich begann ihre Karriere als Presseleiterin der CitroΓ«n-Fabrik in Vigo, eines der wichtigsten Arbeitgeber in Galizien. Als Europachefin ist sie stΓ€ndig auf Reisen. Ihren Wohnsitz hat sie in Madrid, verbringt jedoch die meiste Zeit im Flugzeug. Die Ingenieurin ist verheiratet und hat zwei Kinder.


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Jil Sander (60, D)
Jil Sander, Hamburg / AktionΓ€rin & Creative Director
215,2 Mio. Fr. / 680
Nicht der Umsatz der von ihr gegrΓΌndeten, bΓΆrsenkotierten Jil Sander AG symbolisiert den Einfluss. Mit ihrem Zeichenstift beeinflusst sie seit Jahrzehnten weltweit Trends im Textilbusiness. Nachdem die Hanseatin ihr Haus mehrheitlich an den italienischen Konfektionskonzern Prada verkauft hatte, nahm sie erst eine Auszeit, um dann im vergangenen Herbst glorreich zurΓΌckzukehren. Gemeinsam mit Prada-Chef Patrizio Bertelli und Miuccia Prada lenkt Jil Sander seither das Strategic Committee der Dachgesellschaft Prada Holding.

Marjorie Scardino (57, USA)
Pearson, London / CEO
8,9 Mrd. Fr. / 29 000
Die gelernte AnwΓ€ltin galt jahrelang als Vorzeigefrau im weltweiten MediengeschΓ€ft. Aber die Zeiten sind rauer geworden, zuletzt schrieb Pearson Publi-shing (Penguin Books, Β«Financial TimesΒ», Β«The EconomistΒ») zwei Jahre hintereinander rote Zahlen. Schon munkelt man in London, die ehrwΓΌrdige FT kΓΆnnte verkauft werden. Das Engagement beim deutschen Tochterblatt FTD will Pearson jedenfalls deutlich reduzieren.

Maria-Elisabeth Schaeffler (62, A)
Schaeffler-Gruppe, Herzogenaurach, Deutschland / Inhaberin
10,9 Mrd. Fr. / 54 000
Lange Jahre erfolgreicher als ihre lokalen Nachbarn im frÀnkischen StÀdtchen Herzogenaurach, die Sportartikelkonzerne Adidas und Puma, trieb erst eine feindliche Übernahme die WÀlzlagerfabrikantin Maria-Elisabeth Schaeffler ins Rampenlicht. Ihre reine Familienfirma Ina-Schaeffler KG überrollte das Management des Konkurrenten FAG Kugelfischer und kaufte den Wettbewerber auf. Als nun weltweit führender Produzent von WÀlzlagern drückt die Schaeffler-Gruppe auch aufs Tempo als Automobilzulieferer.

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Madeleine Schickedanz (60, D)
KarstadtQuelle, Essen / grΓΆsste AktionΓ€rin
24,6 Mrd. Fr. / 104 000
Anders als die legendΓ€re Quelle-Versandhauschefin Grete Schickedanz meidet deren einzige Tochter, Madeleine Schickedanz-Herl, die Γ–ffentlichkeit. Ihr (dritter) Ehemann Leo Herl ist auftraggemΓ€ss fΓΌr gut ein Drittel des Aktienkapitals im Kontrollgremium von Europas grΓΆsstem Waren- und Versandhauskonzern KarstadtQuelle zustΓ€ndig. PrΓ€sent ist ihr Vorname Madeleine – als Logo eines Spezialversenders – auch in St. Gallen. Privat domizilieren die Herls im Engadin.

Regine Sixt (55, D)
Sixt, Pullach, Deutschland / Executive Vice President
3,4 Mrd. Fr. / 2000
Die VizeprΓ€sidentenposition tΓ€uscht: Die Ehefrau des Gross-aktionΓ€rs und Vorstandschefs
Erich Sixt steuert mehr als das Marketing und den Verkauf des fΓΌhrenden deutschen Autovermieters. Die frΓΌhere Sprachstudentin gibt Gas, knΓΌpft seit fast 30 Jahren ein internationales Beziehungsnetz zu Reiseveranstaltern, Airlines und Hotelketten, sichert so die Expansion, denn: Β«Wenn man die richtigen Leute kennt, ΓΆffnen sich manche TΓΌren leichter.Β»


Friede Springer (61, D)
Axel Springer Verlag, Berlin / MehrheitsaktionΓ€rin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende
3,7 Mrd. Fr. / 11 600
Die lange unterschΓ€tzte Witwe des deutschen Zeitungszaren Axel Springer zeigt Ausdauer. Nachdem sie zunΓ€chst ihren Widersacher und Minderheits-aktionΓ€r, den fallierten Film- und Fernsehtycoon Leo Kirch, aus dem Aktionariat von Europas fΓΌhrendem Zeitungsverlag (Β«BildΒ», Β«WeltΒ») gekippt hatte, baute Friede Springer ihre persΓΆnliche Mehrheitsbeteiligung bei der Axel Springer AG sogar noch aus – mit Wertpapieren aus dem Fundus von Kirch.

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Jutta StΓΆcker (49, D)
AXA Konzern AG, KΓΆln / Vorstand
10,3 Mrd. Fr. / 9700
Ohne falsche Bescheidenheit gesteht Ursula StΓΆcker, dass ihre persΓΆnliche Karriere bis in den Vorstand eines multinationalen Versicherungsgiganten vor wenigen Jahren noch unmΓΆglich gewesen wΓ€re. Die 49-JΓ€hrige ΓΌberwacht Controlling und Rechnungswesen beim deutschen Ableger AXA Konzern AG, der zur Konzernbilanz der franzΓΆsischen AXA-Gruppe zuletzt knapp sieben Milliarden Euro beisteuerte.

Nadja Swarovski (34, A)
Swarovski, London und New York / Vice President International Communcations
2,5 Mrd. Fr. / 14 257
Die Kristallerbin Nadja Swarovski gehΓΆrt zur fΓΌnften Generation des gleichnamigen privaten Tiroler Kristallkonzerns. Nadja S., wie sie sich nennt, studierte in Texas, wurde 2001 internationale PR-Chefin und Herrin ΓΌber weltweit 200 Swarovski-Shops und die Service-Center in London und New York. Mit Designern und Architekten hat die Society-affine Managerin Swarovksi-Steine in den USA salonfΓ€hig zu machen: Auch Stars wie Nicole Kidman tragen ihren Strass.

Anne-Claire Taittinger (54, F)
SociΓ©te du Louvre, Paris / DirektionsprΓ€sidentin Taittinger
1,1 Mrd. Fr. / 7000 (SociΓ©te du Louvre)
Die Taittinger-Gruppe, an der die Familie noch rund 40 Prozent hΓ€lt, lebt von LuxusgΓΌtern. Der Champagner macht 14 Prozent des Gruppenumsatzes aus. Der Rest kommt von der SociΓ©tΓ© du Louvre, die Anne-Claire Taittinger leitet und die Luxus- und Billighotels sowie Luxusmarken wie Baccarat betreibt.

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Gertrude Tumpel-Gugerell (51, A)
EuropΓ€ische Zentralbank (EZB), Frankfurt / Direktorin
7,8 Mrd. Fr. (Kapital), 62,4 Mrd. Fr. (WΓ€hrungsreserven) / 2500
Gertrude Tumpel-Gugerell wurde im Juni 2003 ins sechskΓΆpfige Direktorium der EZB in Frankfurt berufen. Die 51-JΓ€hrige stammt aus einer Bauernfamilie, studierte in Wien Volkswirtschaft und schloss sich da einer linken Studentengruppe an. Ihre Karriere begann die Ehefrau des ΓΆsterreichischen Arbeiterkammer-Chefs in der Γ–sterreichischen Notenbank, wo sie bis in den Vorstand aufstieg. Als einzige Frau im EZB-Direktorium ist Tumpel-Gugerell Europas mΓ€chtigste Bankerin und bestimmt die Euro-Geldpolitik aktiv mit.

Donatella Versace (44, I)
Versace, Mailand / VizeprΓ€sidentin und Creative Director
623,8 Mio. Fr. / 2071
Mit dem gewaltsamen Tod des FirmengrΓΌnders Gianni Versace vor sechs Jahren wollte manch einer auch gleich das Modelabel zu Grabe tragen. Die kleine Schwester des Genius hat bewiesen, dass man damit noch etwas zuwarten muss. Auch wenn die Umsatzzahlen rΓΌck-lΓ€ufig sind und sich GerΓΌchte um finanzielle Schwierigkeiten der Kultmarke halten, hat die Kreativdirektorin gezeigt, dass sie diesen Titel nicht nur ihrem Familiennamen zu verdanken hat. Ein Glamour-Girl mit Substanz.

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Susanne Wegerhoff (47, D)
Ford Europe, KΓΆln / Direktorin
171,4 Mrd. Fr. (weltweit) / 61 685 (Ford Europe)
Aus dem Vorstand der deutschen Ford-Werke wechselte die 47-JΓ€hrige ins benachbarte Europa-Hauptquartier des zweitgrΓΆssten amerikanischen Autobauers, Ford. In KΓΆln verantwortet Susanne Weggerhoff die so genannten Public Affairs in mehr als 40 LΓ€ndern – von Nordafrika ΓΌber den Nahen Osten bis hin nach Zentralasien. Diese MΓ€rkte fahren rund die HΓ€lfte des 22-Milliarden-Dollar-Umsatzes ein, den Ford Europe 2003 ausserhalb Deutschlands und Grossbritanniens buchte.

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