Abo

Erben Beisheim: Engagement lebt weiter

Die Milliarden des Handelspioniers Otto Beisheim fliessen weitgehend an seiner Witwe Liesl vorbei in Stiftungen.

Walter Pellinghausen

bil_04_st_reichste_ch_neu.jpg
Otto und Liesl Beisheim RMS

Werbung

Liesl Beisheim (70) wurde namentlich nicht genannt, als eine PR-Agentur den einsamen Tod des Metro-MilliardΓ€rs Otto Beisheim (1924–2013) kommunizierte: «… wurde in seinem Haus in Rottach-Egern am Tegernsee tot aufgefunden.Β» Vom Milliardenbatzen des Erblassers dΓΌrfte die gebΓΌrtige DΓ€nin nach fΓΌnfjΓ€hriger Ehe mit dem kinderlosen Patron wohl nur eine Apanage erhalten. Seinen Willen hatte Otto Beisheim manifestiert, ehe er in zweiter Ehe Signora Liesl heiratete, eine frΓΌhere Nachbarin aus Lugano. Als Beisheim Ende der achtziger Jahre mit seiner spΓ€ter verstorbenen ersten Ehefrau Inge am Konzernsitz in Baar ZG das BΓΌrgerrecht erwarb, richtete er dort die Prof. Otto Beisheim Stiftung ein. Diese soll gemeinsam mit einer Stiftung in MΓΌnchen gewΓ€hrleisten, dass Β«sein kulturelles, karitatives und unternehmerisches Engagement weiterlebtΒ». Dass auch heimische Institutionen profitieren, hatte die Regierung diskret initiiert: Als NeubΓΌrger schwΓ€rmte Beisheim, wie ihn der komplette Bundesrat zu einem Abendessen eingeladen hatte.
VermΓΆgen : 3–4 Milliarden

Werbung