Ein Museum zeigt die grössten Flops von Weltfirmen
Ob Cola mit Kaffeegeschmack oder Tiefkühllasagne von Colgate: Weltbekannte Unternehmen produzieren neben Erfolgsprodukten auch viele Flops. Ein Museum widmet sich nun diesen.
Das geplante «Museum of Failure» in Schweden gibt missglückten Produkten ein zweites Leben. Das Museum soll Mut machen und seine Besucher inspirieren. Viele der Flops kommen von weltbekannten Firmen, wie diese Auswahl der Ausstellungsobjekte zeigt:
Coca-Cola Blak
Die Cola mit Kaffeegeschmack war zwischen 2006 und 2008 auf dem Markt. Anders als die Varianten mit Vanille- oder Kirschengeschmack konnte sich Cola Blak nicht behaupten.mac42/CC/FlickrRMSTwitter Peek
Der Mini-Bildschirm dieses Twitter-Gadgets zeigte gerade mal 25 Zeichen an. Viel zu wenig, um die Twitter-Community 2009 zu überzeugen. Damals waren pro Tweet 140 Zeichen erlaubt.Chris Messina/CC/FlickrRMSRejuvenique
Der Gesichtsschocker Rejuvenique sollte für schöne Haut sorgen. Wer sich selbst vom «Failure»-Produkt überzeugen will, kann das Produkte über Ebay noch immer kaufen.Screenshot EbayRMSBic For Her
2012 versuchte Stiftehersteller Bic sein Glück mit einem frauenfreundlichen, überteuerten Stift. Die Rückmeldungen darauf waren - es erstaunt wenig - überwiegend negativ.Emily/CC/FlickrRMSNokia N-Gage
Das Smartphone-Spielsystem von Nokia kam 2003 auf den Markt. Das Produkt scheiterte wohl wegen seines schrecklichen Designs. Man musste das Produkt auseinander nehmen, um die Spiele zu wechseln und um zu telefonieren, musste man es aufklappen, so dass es einem Taco ähnelte. Zudem war die Auswahl an Spielen sehr klein.Nicolas Nova/CC/FlickrRMSDonald-Trump-Spiel
Donald Trumps Gesellschaftsspiel scheiterte gar zweimal. Weder 1989 noch nach dem Relaunch 2015 im Zusammenhang mit seiner Fernsehshow «The Apprentice» konnte es begeistern.AmazonRMS
Scheitern liegt im Trend - vor allem in der Startup-Szene. Princeton-Assistenzprofessor Johannes Haushofer ist mit seinem «CV of Failure» das beste Beispiel. In seinem Lebenslauf des Scheiterns listet er fein säuberlich all die Dinge auf, die andere lieber unter den Teppich kehren: Ablehnungen, Misserfolge, Enttäuschungen.
Nun treibt ein neues Projekt in Schweden die «Kunst des Scheiterns» auf die Spitze: In wenigen Wochen öffnet in Helsingborg das «Museum of Failure» seine Tore.
Auf einen Lerneffekt spekuliert auch der Gründer des aussergewöhnlichen Museums, Samuel West. Die Besucher sollen von den Fehlern anderer lernen können und sich nicht etwa über deren Misserfolge lustig machen. Scheitern sei nämlich der Normalfall, bis zu 90 Prozent aller Neuheiten führten nicht zum Erfolg, erklärt er gegenüber CNN seine Motivation.
Für spezielle Geschmäcker
Diese zu sammeln sei für ihn zur Sucht geworden. Nun profitiert das neue Museum von der Sammelleidenschaft des Innovationsforschers und Organisationspsychologen: 50 Flops werden ab Juni der Öffentlichkeit zugänglich gemacht - zuerst im südschwedischen Helsingborg und dann in einer Wanderausstellung.
Zu den Misserfolgen, die zur Kuriosität geworden sind, trugen auch bekannte Grossfirmen bei. Die Cola mit Kaffeegeschmack, Coca-Cola Blak, stand immerhin zwei Jahre in den Regalen. Höchst kurios mutet der Ausflug von Zahnpasta-Konzern Colgate in die Welt der Tiefkühlware an: Die Colgate Beef Lasagna kam bei den Kunden nie richtig an.
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Elektroschocks als Beautyprodukt
Geradezu bizarr ist eine Maske, für welche die Schauspielerin Linda Evans 1999 Werbung machte: Elektrische Schocks sollten das Gesicht der Trägerin verschönern. Diese und weitere künftige Ausstellungsobjekte des «Museum of Failure» sehen Sie in der Bildergalerie oben.
Im Video sehen Sie die teuersten, je versteigerten Objekte: