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Kartellverdacht

So sollen Stahlfirmen die kleine Konkurrenz unterdrückt haben

Drei Schweizer Stahlhändler sollen ihre Marktmacht missbraucht haben. Recherchen der «Handelszeitung» zeigen, wie es mutmasslich lief.

Bernhard Fischer

SCHWEIZ STAHL GERLAFINGEN
Einziger Hersteller von Bewehrungsstahl in der Schweiz: Produktionsstätte von Stahl Gerlafingen im Kanton Solothurn. Keystone

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Im Baugeschäft wird mit harten Bandagen gekämpft. Hunderte kleine und mittelgrosse Zulieferfirmen bemühen sich mit kreativen Preisgestaltungen, Rabatten und Produktbündeln im Schweizer Hochbau-Markt um Umsatz und Marktanteile. Dominiert wird dieser Markt von wenigen grossen Firmen.
Insbesondere im Zwischenhandel mit Bauzubehör winken diesen Unternehmen hohe Margen von bis zu 80 Prozent. Hohe Margen bei nur wenigen grossen Anbietern, das birgt das Risiko von Absprachen und Kopplungsgeschäften. Darunter leiden speziell jene Zwischenhändler und Anbieter von Zubehör im Stahlbetonbau, die nur einzelne Produkte herstellen, einen kleinen Marktanteil haben und von den grossen Händlern aus dem Markt gedrängt werden.

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