Unser System versorgt Drohnen mit wichtigen Luftverkehrsdaten, um sie sicher in den immer stΓ€rker frequentierten Himmel zu integrieren. Das gemischte Hard- und Softwaresystem ist kombiniert mit fortschrittlicher KI.
Wie ist sie entstanden?
Nach dem Erdbeben in Nepal eilten Drohnenbetreiber zur UnterstΓΌtzung von RettungseinsΓ€tzen herbei, durften aber nicht in dem hohen Helikopteraufkommen fliegen. Da wurde uns klar, wie wichtig es ist, sowohl den bemannten als auch den unbemannten Verkehr auf einer einzigen Plattform abzubilden, damit die Drohnen anderen FluggerΓ€ten ausweichen kΓΆnnen.
Warum der Name?
Involi ist ein originelles Wort, das die Freiheit des Fliegens suggeriert, mit dem Vorteil, dass die Wurzel Β«volΒ» in vielen Sprachen vorkommt.
GrΓΌnder: Manu Lubrano (41), CEO; Cristina Mihalachioiu (40), Legal
Firmensitz: Lausanne
Anzahl Mitarbeiter: 13
Umsatzziel fΓΌr 2024: 2 Millionen Franken
Profitabel: ab 2025
Woher stammt das Startkapital?
Involi hatte eine kleine Pre-Seed-Runde von 300'000 Franken, die von einem Family Office und dem Corporate-Venture-Arm eines Schweizer Unternehmens kam. Zudem sicherte das Unternehmen die Finanzierung fΓΌr Proof-of-Concept-EinsΓ€tze von Interessengruppen aus der Branche.
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Womit erzielen Sie die UmsΓ€tze?
Unser GeschΓ€ftsmodell besteht aus dem Verkauf von Live-Flugverkehrsdaten, die von selbst entwickelten FlugverkehrsempfΓ€ngern stammen, und dem Verkauf von Datenanalysen, die auf den vom System gesammelten historischen Daten basieren, sowie dem direkten Verkauf von FlugverkehrsempfΓ€ngern an unsere Kunden.
Die Vision?
Die Vision von Involi ist es, den Himmel fΓΌr alle fliegenden Objekte sicher und effizient zu ΓΆffnen, als universelles und vernetztes Medium fΓΌr Unternehmen, indem es in Echtzeit genaue Informationen ΓΌber den nahen Luftverkehr liefert.
zVg
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Β«Vergesst es!Β»
Β«Ich kannte die Firma schon von frΓΌher, als sie sich 2018 hier im Silicon Valley prΓ€sentierte. Seither ist sie zwar technologisch weiter, aber nicht wirklich kommerziell. Sieben Jahre nach der GrΓΌndung hat sie noch immer kaum Umsatz. Ein guter VC wΓΌrde sagen: Vergesst es! Das Problem: Die Kunden sind meist Regierungen oder FlughΓ€fen, da sind die Sales Cycles sehr lange. Und es muss alles zertifiziert sein. Auch deshalb sucht Involi jetzt neue MΓ€rkte wie GefΓ€ngnisse oder Windparks, das sieht fast schon ein bisschen verzweifelt aus. Immerhin kommt auf diese Weise etwas Umsatz rein. Aber bis einer dieser MΓ€rkte wirklich abhebt, wird die Firma viel Zeit und damit Geld brauchen. Zumal sie ja auch Hardware installiert, das ist schwierig zu skalieren. Und es gibt andere Technologien, um vor Drohnen zu warnen.
Das Team ist mir etwas zu technisch, der Chief Business Officer ist zwar erfahren, aber er sitzt in Spanien. Das ist nicht ideal, wenn der US-Markt der grΓΆsste ist. Vermutlich wΓ€re es gut, mehr Leute mit kommerziellem Hintergrund hineinzubringen. Und ich wΓΌrde vermehrt privaten Kunden nachgehen, die mΓΌssen keine Ausschreibungen machen und kΓΆnnen schneller entscheiden. Oder in den MilitΓ€rbereich expandieren: Im Ukraine-Krieg sieht man, wie wichtig Drohnen inzwischen sind. Insgesamt glaube ich nicht, dass Involi eines Tages eine grosse Firma wird. Mit GlΓΌck wird sie ΓΌbernommen.Β»
zVg
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Β«KΓΆnnte spannend werdenΒ»
Β«Involi hat eine interessante Geschichte, weil der GrΓΌnder in seinem frΓΌheren Leben in der humanitΓ€ren Hilfe realisiert hat, wie schwierig es ist, mit Drohnen zu operieren, weil die Daten fehlen. Diese will Involi nun verkaufen an Drohnenfirmen. Aber die haben meist nur kleine Budgets, deshalb war die Nachfrage bisher gering. Vor allem in den letzten beiden Jahren ist eine stetige Traktion dazugekommen. Es dΓΌrfte noch ein bis zwei Jahre dauern, bis die Nachfrage rasant zunimmt, weil nun immer mehr Drohnenfirmen Starterlaubnis von den Regulatoren erhalten.
Involi setzt auf proprietΓ€re Sensoren und bΓΌndelt sie mit Software. Das ist smart, weil es Lock-in-Effekte generiert. Ich hoffe, zukΓΌnftig gesteigerte, wiederkehrende SoftwareumsΓ€tze sehen zu kΓΆnnen. Die Skalierbarkeit ist natΓΌrlich eingeschrΓ€nkt wegen der Hardware, aber immerhin setzt Involi auf Partner fΓΌr Produktion und Installation. Es ist beeindruckend, was man bisher mit nur 13 Angestellten technologisch erreicht hat. Und die Firma war ziemlich kapitaleffizient, sie hat nur wenig externes Geld aufgenommen, das ist ein gutes Zeichen. Involi will die ISO-Zertifizierung der Drohnenindustire liefern. Wenn das klappt, sehe ich eine riesige OpportunitΓ€t. Dann kΓΆnnte das eine sehr spannende Firma werden. Zuvor muss sie beweisen, dass sie sich in dem wachsenden Markt etablieren und mit den Kunden mitwachsen kann. Ich bin vorsichtig optimistisch.Β»