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Luxus

Die neue Geografie im Markt für Luxusuhren

An der Baselworld trifft sich die Uhrenwelt. Omega, Vacheron & Co. haben weiter eine rosige Zukunft vor sich. Zugpferde sind China, Indien und Russland. Und zunehmend die Frauen.

Gabriel Knupfer

Wie eine riesige luxuriöse Einkaufsmeile wirkt die Halle 1 der Baselworld.Gabriel Knupfer
Auf der weltgrössten Uhren- und Schmuckmesse werden in diesem Jahr bis zu 150'000 Besucher erwartet. Das wäre ein neuer Rekord.Gabriel Knupfer
Pressetermin vor dem Haupteingang.Gabriel Knupfer
Blancpain-Lamborghini vor dem Kongresszentrum.Gabriel Knupfer
Asiatischer Touch: Der Hong Kong Pavilion in Halle 4.Gabriel Knupfer
Wang Shu Lei, Chefin des chinesischen Uhrenherstellers Poscer, will schon bald in Halle 1 ausstellen.Gabriel Knupfer
In Basel dreht sich zur Zeit alles um Uhren und Schmuck.bloomberg
Gruppenbild mit den Piloten der Patrouille Suisse und mit Stefano Albinati (l.) Aviation Consultant Breitling, und Jean-Paul Girardin, Vizepräsident Breitling, am Breitling-Stand an der Baselworld.Keystone
Die Baselworld ist die weltweit wichtigste Messe der Uhrenindustrie und findet jährlich im Frühling in Basel statt.bloomberg
Diese Besucherin betrachtet einen Schlangen-Armreif von Bulgari. Auch viele Schmuckhändler sind an der Baselworld vertreten.bloomberg
So viele Wertsachen könnten auch unerwünschte Gäste anlocken. Es wimmelt deshalb von Sicherheitskräften an der Messe.bloomberg
Mehr als 1400 Firmen aus der ganzen Welt präsentieren ihre neusten Innovationen und Produkte.bloomberg
Ein «Millionärs-Safe» von Boca Do Lobo.bloomberg
Der Modehersteller Versace baut auch Uhren: Eines seiner neuen Modelle ist die Versace Mystique Sport (im Hintergrund).bloomberg
Bundesrat Ueli Maurer eröffnete am Donnerstag 27. März 2014 die Baselworld.Keystone
Hostessen kümmern sich um die Gäste aus der ganzen Welt.Keystone
Die Hostessen sind selbst ein beliebtes Fotomotiv für die zahlreichen Besucher.Keystone
Riesiger Medienrummel beim Stand des Uhrenherstellers Fiyta.Keystone
Der Seiko-Stand wirbt mit Novak Djokovic.Keystone
Eingang zur spektakulären Halle 1.Keystone
Bereits im vergangenen Jahr wurde die Rekordzahl von 120'000 Gästen gezählt. Am Mittwoch wurden die Pforten für die Medien erstmals geöffnet.Keystone
In 13 Hallen präsentieren Hersteller aus der ganzen Welt neue Produkte. Die Messe findet acht Tage statt – ein Pflichttermin für die Branche.Keystone
Mit futuristischen Designs versuchen sich die Marken von einander abzugrenzen.Keystone
Der riesige Bulgari-Stand...Keystone
… und der edle Swarovski-Stand.Keystone
Hublot wirbt mit der Fifa-Partnerschaft.Keystone
Doch das Treffen ist nicht nur Nabelschau: Die Schweizer Hersteller machen während der Messe bis zur Hälfte ihres gesamten Jahresumsatzes.Keystone
Im vergangenen Jahr verkaufte die Schweiz Uhren im Wert von insgesamt fast 22 Milliarden Franken ins Ausland – so viel wie nie zuvor.Keystone
Die Branche hofft auf eine Fortsetzung des Booms...Keystone
… vor allem dank der wachsenden Mittelschicht in Ländern wie China, Brasilien oder Indien.bloomberg
Doch die Herausforderungen sind gross: Einige Schwellenländer spielen mit dem Gedanken, die Luxussteuern anzuheben. Das würde den Schweizer Uhrenherstellern den Eintritt in so manchen Markt erschweren.Keystone
Graveur am Stand von Jaquet-Droz.Gabriel Knupfer
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RMS

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Für den zehnten «World Watch Report» hat die Digital Luxury Group die Internet-Performance von 62 Luxusmarken in 20 Märkten analysiert. Dazu wurden über eine Milliarde uhrenbezogene Suchanfragen analysiert. Die Ergebnisse zeigen eine neue Geografie im Luxusuhrenmarkt. Trotz schwächerem Wachstum in Asien stiegen die weltweite Suche nach Luxusuhren 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent. Auch im letzten Jahr wurde die Nachfrage wieder von den BRIC-Märkten befeuert.
Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten China (plus 59 Prozent), Russland (plus 20 Prozent) und Indien (plus 12 Prozent). Brasilien, das vierte BRIC-Land, konnte dagegen die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Im Jahr vor der Fussball-WM wurden in der südamerikanischen Wachstumslokomotive 2,9 Prozent weniger nach Luxusuhren gesucht.

Den Frauen gehört die Zukunft

In den etablierten Märkten sanken dagegen die Suchanfragen nach Luxusuhren teilweise markant. In Deutschland (minus 9 Prozent), den Vereinigten Staaten (minus 8 Prozent) und Japan (minus 6 Prozent) zeichnet sich auch im Internet eine gewisse Sättigung des Marktes ab. Die beiden Wachstumsmärkte Italien (plus 9 Prozent) und Grossbritannien (plus 3 Prozent) können die Verschiebungen im globalen Markt nicht wirklich kaschieren.

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Für die Zukunft der Schweizer Luxusuhrenindustrie bleibt die Digital Luxury Group dennoch optimistisch. Geschäftsführer David Sadigh sieht viele Möglichkeiten: «In der ganzen Welt verlieben sich immer mehr Konsumenten und vor allem Konsumentinnen in schöne Uhren.» Tatsächlich stiegen die Suchanfragen zu Frauenuhren im letzten Jahr um 7,5 Prozent. Einen wahren Boom erlebte das Segment in China, wo es 146 Prozent mehr Suchanfragen gab.

Uhren im Social-Media-Zeitalter

Von der Entwicklung profitieren insbesondere die Marken der Swatch Group. Omega (plus 88 Prozent), Vacheron Constantin (plus 66 Prozent) und Chopard (plus 19 Prozent) konnten hier massiv zulegen. Gleichzeitig wird das Segment der Frauenuhren immer noch stark von Rolex dominiert. Der Konzern aus Genf hält einen Internet-Marktanteil von 27 Prozent.
Bei der Analyse der Social-Media-Zahlen zeigt sich laut Digital Luxury Group eine «mobile Revolution». Nach Daten der chinesischen Suchmaschine Baidu nahmen die Suchanfragen zu Haute-Horlogerie-Marken von mobilen Geräten alleine in China um 120 Prozent zu. Instagram war für die Uhrenfans bei weitem die wichtigste Social-Media-Plattform. Der Bilderdienst Instagram ist im Bereich der Luxusuhren dreimal grösser als Facebook. Die meisten Fans im Internet hatte mit 117'000 übrigens Jean-Claude Bivers Hublot.

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Ob sich all diese Leute allerdings tatsächlich eine echte Hublot leisten können, steht auf einem anderen Blatt.
Über die Autoren
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer ist Redaktor Wirtschaft-Desk RMS für Blick und die Handelszeitung, für die er seit zehn Jahren arbeitet.

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