Gespräch zum Super-Wahljahr 2024

«Wenn Trump gewinnt, fühlen sich Autokraten überall ermutigt»

Demokratieforscher Nic Cheeseman über die globale Zunahme von Wahlfälschungen und die USA.

dirk schutz

24_02_MA_GesprA$?ch_Nik_Cheeseman
Nic Cheesman vor der Universität Birmingham: «Die Idee, dass die Demokratie nicht mehr überlegen ist, gewinnt an Bedeutung.» Andrea Artz für BILANZ

Werbung

Es ist ein sehr aktiver Start ins neue Jahr. Sein Buch «How to Rig an Election» («Wie man Wahlen manipuliert»), das Nic Cheeseman 2018 zusammen mit seinem Kollegen Brian Klaas veröffentlichte, ist zu Beginn des Super-Wahljahres 2024 extrem gefragt. Gerade hat er für die aktualisierte Auflage ein neues Vorwort geschrieben. Es gibt so viele Wahlen, aber eben auch so viele Manipulationen wie nie. «Wir freuen uns über das Interesse», lacht er in seinem Büro an der Universität Birmingham. «Aber es zeigt leider auch, wie stark die Manipulationen zugenommen haben.»

Dieses Jahr wird das Rekordwahljahr der Geschichte: In 76 Ländern, die mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren, stehen nationale Wahlen an. Gleichzeitig stehen die Demokratien unter Druck wie lange nicht mehr. Wird 2024 für die Demokratie ein Jahr des Triumphs oder des Schreckens?

Über die Autoren

Werbung