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Innovation

Das fahrerlose Auto kommt – peu à peu

Obwohl die Technik existieren würde, kann man fahrerlose Auto noch nicht kaufen. Bis es soweit ist, testen Hersteller die Markttauglichkeit der einzelnen Funktionen. Nicht alle haben daran Freude.

Gabriel Knupfer

Ford GT
Der neue Ford GT soll die Nachfolge des legendären Ford GT antreten, von dem zwischen 2004 und 2006 insgesamt 4038 Exemplare produziert wurden.
Acura NSX
Der zwischen 1990 und 2005 gebaute Mittelmotorsportler NSX ist zurück und präsentiert sich nun überarbeitet. Der Honda NSX wird in den USA unter dem Namen «Acura» verkauft.
VW Beetle Wave
VW präsentiert den in den USA sehr beliebten Beetle als Konzept-Car im Strandoutfit. Der VW Beetle Cabrio "Wave" will sich als stylischen Retro-Flitzer positionieren.
Rolls-Royce Wraith
Der Rolls-Royce Wraith ist ein Pkw-Modell der Rolls-Royce Motor Cars Ltd., das 2013 in den Markt eingeführt wurde. An der New York Automesse wird das neueste Modell vorgestellt.
Volvo XC90
Der Volvo XC90 ist ein SUV des schwedischen Automobilherstellers Volvo. Er stellt zudem den ersten Wagen dieser Fahrzeugkategorie des Herstellers dar und gilt als Zugpferd der Neuausrichtung.
Mercedes GLE
Die M-Klasse von Mercedes wurde überarbeitet und erhielt einen neuen Namen. Den ML 63 AMG gibt es nicht mehr, dafür der neue Mercedes-AMG GLE 63. Bulliger und mächtiger als sein Vorgänger.
Lexus RX
In der Schweiz zählt der Lexus RX zu den beliebtesten Modellen des japanischen Herstellers. An der New York Auto Show feiert das neue Modell seine Weltpremiere.
Cadillac CT6
Cadillac feiert auf der New York Auto Show 2015 mit dem Luxusliner CT6 Weltpremiere.
McLaren 570S Sport Series
Der neue McLaren-Sportwagen 570S Coupé feiert in New York Weltpremiere. Er ist das neue Basismodell des britischen Autoherstellers und besitzt ein Rennwagen-Innenleben.
Jaguar XF
Das neue Modell XF von Jaguar bietet eine Mischung aus Sportlichkeit und Komfort.
P1 GTR
McLaren zeigt auf der New Yorker Automesse den P1 GTR. Die Rennversion des P1 ist leichter geworden.
Bilder: Keystone/Bloomberg
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RMS

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Das fahrerlose Auto ist noch nicht marktreif. Und bis der Mensch am Steuer tatsächlich komplett durch einen Computer ersetzt ist, dürften noch Jahre vergehen. Trotzdem existieren bereits viele Technologien, die dereinst in den führerlosen Fahrzeugen zum Einsatz kommen werden. An der New York International Auto Show präsentieren nun viele Hersteller ihre nächsten Schritte in Richtung «driverless».
Für eine Sensation sorgte Tesla mit der Ankündigung des vorgeblichen «Autopiloten» für das Model S. Bereits im Sommer soll das Fahren auf Autobahnen dank ausgeklügelten Funktionen automatisch möglich sein. Doch obwohl Tesla für viel Furore sorgte – ähnliche Gadgets zeigen auch andere Firmen.

Autopilot für den Stau

Volvo etwa will diesen Frühling im XP90 einen Autopiloten anbieten, der den Kunden das Fahren im Stau abnehmen soll. Sowohl die Steuerung als auch die Pedale können bei Geschwindigkeiten unter 35 Meilen pro Stunde (ca. 55 Stundenkilometer) vom Assistenzsystem übernommen werden. «Wir wollen den Pendlern die mühsamen Teile der Fahrt abnehmen», so ein Volvo-Sprecher gegenüber der «New York Times». Auch Leute die gerne fahren würden, stünden nicht gerne im Stau. Party machen auf dem Rücksitz bleibt jedoch noch tabu. Selbst wenn das Auto die Kontrolle habe, erwarte Volvo, dass die Fahrer ihre Hände am Steuer liessen.

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Ähnlich ist die Situation bei Audi. Beim Autopiloten des Q7, der im nächsten Januar kommen soll, muss der Fahrer das Steuerrad alle zehn Sekunden berühren. Denn auch wenn die Technologie für autonomes Fahren weitgehend existiert, soll die Einführung schrittweise erfolgen. «Es wird keinen magischen Moment geben, in dem wir sagen: ‹Hier ist das autonome Auto›», so Scott Kenogh von Audi. Die Technologie dazu wäre vorhanden, doch die Akzeptanz bei den Kunden müsse bei jedem neuen Feature neu erarbeitet werden.

Mensch als Risiko

Hochkonjunktur haben an der diesjährigen Auto Show in New York intelligente Sicherheitssysteme. Dazu gehören adaptive Tempomaten, welche die Geschwindigkeit den anderen Verkehrsteilnehmern anpassen. Oder auch Autos, die dem Fahrer helfen, die Spur zu halten. Der Mensch als Fahrer wird so, durch das Zusammenspiel und die Verbesserung der einzelnen Features, nach und nach als Risikofaktor im Verkehr ausgeschaltet.
Was heute noch exklusiv in Oberklasseautos angeboten wird, könnte schon bald nach unten durchsickern. So wie zuvor der Airbag oder vor einigen Jahren die Rückfahr-Kamera werden auch die Innovationen der Tech-Revolution ihren Weg durch die Preisklassen antreten, wenn sie tatsächlich zur Sicherheit und zum Komfort beitragen können.

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Rolls-Royce bleibt konservativ

Nicht alles was möglich ist, ist auch im Sinne der Autokäufer. Beim ganzen Technologiespiel nicht mitmachen, mag deshalb der Luxushersteller Rolls-Royce. Obwohl es für die Kunden des Konzerns ein Leichtes wäre, den Zusatzpreis für Fahrhilfen zu bezahlen, habe man bewusst darauf verzichtet, sagt ein Sprecher. «Für unsere Kunden steht das Fahrerlebnis im Vordergrund und sie wollen die Kontrolle darüber behalten», meint er zur «New York Times». Zudem hätten die meisten Rolls-Royce-Käufer schon ein autonomes Fahrsystem: «Man nennt es Chauffeur».

Über die Autoren
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer ist Redaktor Wirtschaft-Desk RMS für Blick und die Handelszeitung, für die er seit zehn Jahren arbeitet.

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