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Bank in der Krise

Urs Rohner und die Schuld am CS-Desaster

Die Grossbank ist in einer Existenzkrise. Wie viel ­Verantwortung trägt der langjährige Präsident Urs Rohner?

Dirk Schütz

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Fünf Jahre in der Konzernleitung, zwölf im Präsidium: Urs Rohner, bis April 2021 CS-VR-Präsident. Keystone
Es klang wie ein Notsignal. «Unser Ruf hat sehr gelitten», klagte der CS-Schweiz-Chef André Helfenstein jüngst dem Finanzportal «Finews». Und schob dann fast schon resignativ einen speziellen Satz nach: «Am häufigsten interessiert die Kunden, wie es bei der CS zu einer solchen Verkettung von Problemen kommen konnte.»
Diese Frage stellen sich auch viele der mehr als 51'000 CS-Mitarbeiter: Wie konnte ihre einst so stolze Bank auf eine derartig abschüssige Bahn geraten? Ein Ende des Dramas ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Eine Sanierung ist schon in normaleren Konjunkturphasen höchst komplex, doch die aktuelle Phase ist – milde formuliert –alles andere als normal.
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