Die Sternwarte Uecht im bernischen Niedermuhlern soll durch ein neues Observatorium ergΓ€nzt werden. FΓΌr den Bau konnte die EigentΓΌmerstiftung den Stararchitekten Mario Botta engagieren.
Botta hΓΆchstpersΓΆnlich stellte an der Medienkonferenz von Freitag in Bern sein Projekt vor. Die Anfrage der Stiftung Sternwarte Uecht habe ihn von Anfang an interessiert, sagte Botta. Β«Wenn man eine Sternwarte plant, setzt man sich mit dem Universum auseinander.Β»
In der Erde versenkt
Sein Projekt sieht vor, dass der grΓΆsste Teil des GebΓ€udes in der Erde versenkt wird. Von aussen sichtbar wΓ€re bloss der Turm mit der Kuppel. Β«Die scharfe geometrische Form steht in starkem Kontrast zum Organischen der UmgebungΒ», sagte Botta. So kΓΆnne ein vergleichsweise kleines Objekt der Landschaft trotzdem Ausdruck verleihen. StiftungsratsprΓ€sident Andreas Blaser hΓ€lt das Engagement von Botta fΓΌr einen GlΓΌcksfall. Er erhofft sich, dass die Sponsorensuche dank dem Tessiner Architekten leichter verlaufen werde. Β«Zudem wird uns das attraktive GebΓ€ude auch eine grΓΆssere Besucherfrequenz bringen.Β»
Hohe Kosten
Bis das Projekt realisiert werden kann, ist es aber noch ein weiter Weg. Von den geschΓ€tzten Kosten in der HΓΆhe von 7 Millionen Franken hat die Stiftung erst 2,5 Millionen zugesichert bekommen. Der Weiler Uecht gilt als idealer Ort fΓΌr ein Observatorium. So befindet er sich in der Β«DunkelkammerΒ» des Kantons Bern, also im Gebiet mit der kleinsten Lichtverschmutzung. Zudem liegt er bloss 15 Kilometer von der Stadt Bern entfernt und ist somit sehr schnell erreichbar.