Alter und Nationalität waren keine entscheidenden Faktoren
Rosengren war bereits im Vorfeld der Ernennung
als aussichtsreicher Kandidat für den ABB-Chefposten gehandelt worden. In diversen Medien wurde dabei auch darüber spekuliert, welche Rolle die Faktoren Alter und Nationalität bei der Suche nach einem neuen Konzernchef spielt. Einerseits wurde die Frage aufgeworfen, ob für die angestrebte Transformation von einem Investitionsgüter-Hersteller zu einem High-Tech-Unternehmen es an der Spitze eines Generationenwechsels bedürfe, sprich ein jüngerer Kandidat als Rosengren das Rennen machen würde.
Anderseits wurden Rosengren gute Chancen zugestanden, weil es in der Vergangenheit bereits eine Verbindung zwischen ihm und der schwedischen Wallenberg-Familie gibt. So war Rosengren vor seiner Zeit bei Sandvik nämlich beim finnischen Kraftwerks- und Schiffmotorenhersteller Wärtsilä und eben beim schwedischen Kompressorenhersteller Atlas Copco tätig, bei welcher der ABB-Hauptaktionär Investor substantiell beteiligt ist.
VR-Präsident Voser stellte an der Telefonkonferenz klar, dass Alter und Nationalität bei der CEO-Suche keine Rolle gespielt hätten. «Ich glaube nicht daran, dass ein Generationenwechsel nötig ist», sagte Voser.
Es gehe vielmehr darum, den richtigen Rucksack gefüllt mit Fähigkeiten und Erfahrung zu haben, um die Transformation, die ABB begonnen habe, gestalten zu können.
Punkto Nationalität meinte Voser, dass man bei ABB Diversität als wichtig erachte, um die gewünschten Resultate zu erzielen. Dabei gehe es jedoch um die Mischung der Teams in der gesamten Belegschaft und keinesfalls um die Nationalität des Konzernchefs. Dennoch: Als schwedischer Staatsbürger und mit einer Verbindung zur Schweiz - Rosengren arbeitete in der Vergangenheit auch in der Schweiz und auch seine Tochter wurde da geboren - repräsentiert der neue Konzernchef die schweizerisch-schwedischen Wurzeln von ABB geradezu ideal.