ZΓΌrich deklassiert gerade so manche Metropole: Cartiers traditionelle Wanderausstellung ΓΆffnet weder in Peking, Prag noch Paris ihre TΓΌren. Sie macht Halt im ZΓΌrcher Museum Bellerive. Erst spΓ€ter werden die grossen Zentren rund um die Welt in den Genuss der Schweizer Premiere kommen. Β«Cartier Time ArtΒ» heisst das Motto. Gezeigt wird bis Anfang November ein Querschnitt durch das uhrmacherische Schaffen der Luxusmarke aus Paris, angefangen bei den ersten Chatelaine-Uhren aus dem Jahr 1874 bis zur aktuellen, in La Chaux-de-Fonds entwickelten Konzeptuhr Cartier ID One.
FΓΌr Sammler und Uhren-Freaks ist die Schau ein Muss, fΓΌr Einsteiger die besondere MΓΆglichkeit, sich mit Zeitmessern vertraut zu machen, die nicht nur das VermΓ€chtnis des Hauses weitertragen, sondern lΓ€ngst Kultstatus erlangt haben. Armbanduhren wie die Tonneau (1906), die Santos (1911), die Tortue (1912), die Tank (1919), die Bagnoire (1956), die Pasha (1985) und die letzten Neuerungen Ballon Bleu (2008) sowie Calibre (2010) stellen vor allem die KreativitΓ€t Cartiers unter Beweis. Sie alle sind heute β ihrer Formen und Komplikationen wegen β Meilensteine in der Geschichte der Haute Horlogerie. Besondere Faszination innerhalb der 158 gezeigten Uhren mit unschΓ€tzbaren Millionenwerten geht von den 16 ausgestellten Β«Montres MystiqueΒ» aus. (mk)
Β«Cartier Time ArtΒ», Museum Bellerive, ZΓΌrich; 26. August bis 6. November 2011. Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr. FΓΌhrungen.