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1-Million-Franken-Lücke

In der Rushhour des Lebens verpassen Frauen Karrierechancen

Frauen verdienen während ihres Erwerbslebens weniger als Männer. Diese Ungleichheit verschärft sich. Ein White Paper zeigt, was dagegen hilft.

Tina Fischer

SCHWEIZ BOTSCHAFTER KONFERENZ
Der gleiche Lohn ist passé, sobald sich eine Lücke im Lebenslauf öffnet. Das ist bei Frauen öfter der Fall als bei Männern. Keystone

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Die Einkommensungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Schweiz hat sich verschärft. Laut Zahlen des Bundesamts für Statistik verdienen Frauen während ihres Erwerbslebens durchschnittlich 43 Prozent weniger als die Männer. Diese Zahl haben die Beratungsfirma KPMG sowie der Wirtschaftsverband für Gleichstellung Advance zum Anlass genommen, um das Phänomen genauer zu untersuchen.
Herausgekommen ist das White Paper «Die 1-Mio.-CHF-Lücke». Es zeigt auf, dass sich der Unterschied zwischen Männern und Frauen im Laufe der Zeit verstärkt. Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, verzögerte Karrieren sowie Familienverantwortlichkeiten sind die Gründe dafür. Wegen eines Karriereunterbruchs könne sich die Ungleichheit gar auf eine Million Franken belaufen.

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