Guten Tag,
Der Chef der Uhrenmarke spricht mit BILANZ über US-Zölle und Preispolitik.
Niels Eggerding ist CEO von Frederique Constant, die zur börsenkotierten japanischen Citizen Group gehört.
Eric RossierGar nicht. In den USA sind wir seit neun Jahren hart am Arbeiten, und seit zwei Jahren läuft es super. Das US-Geschäft macht mittlerweile knapp 30 Prozent unseres Umsatzes aus. Daran wird der Zolleffekt nichts ändern.
Wenn die Zölle wider Erwarten auf dem Niveau verbleiben, werden wir uns anpassen müssen und die Preise um zehn Prozent erhöhen, und zwar weltweit, um so die US-Zölle zu kompensieren und das Geschäft zu sichern.
Glaube ich nicht. Wir sind in den letzten Jahren im Vergleich zu vielen, die gierig waren und die Preise laufend hochgeschraubt haben und nun nervös sind, sehr diszipliniert. Unsere Uhren kosten zwischen 1000 und 3000 Franken. Eine Preiserhöhung um zehn Prozent tut nicht weh. Anders bei einer Uhr für 20’000 Dollar. Da wird so eine Preiserhöhung dazu führen, dass die Leute die Uhr woanders kaufen – zulasten des US-Geschäfts.
Werbung