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Oliver Müller, Branchenexperte und Inhaber von LuxeConsult, spricht über das vergangene Jahr und seine Erwartungen für 2026.
«Unsere Industrie wird langfristig durch wegfallendes Volumen und gleichzeitig steigende Preise geprägt werden», prognostiziert Oliver Müller.
Guillaume MegevandBei 5. Der Markt ist auf seine natürliche Grösse geschrumpft, und es wird sich jetzt zeigen, wer das Zeug hat, bis zum nächsten Aufwind durchzuhalten. Drei Jahre nach Covid war der Markt vergleichbar mit einem Bodybuilder, der es übertrieben hat: aufgeblasen, aber ohne Substanz.
Definitiv ein Wendepunkt, und wenn es auch viele noch nicht begriffen haben: Diese Industrie befindet sich in einem tiefgehenden Strukturwandel – marketingseitig und industriell.
Erstens, dass sich die Preiselastizität nicht bis unendlich hinzieht – auch nicht bei heiss begehrten Luxusgütern. Inzwischen ist die Luft für Preiserhöhungen sehr dünn geworden. Die zweite Entwicklung, die systematisch verdrängt wird, ist die andauernde Volumenreduktion, die es der ganzen Industrie in Zukunft schwer machen wird, Produkte zu realistischen Einstandspreisen herzustellen. Davon ausgenommen sind das Ultra-Luxussegment mit Preisen oberhalb von 100'000 Franken und all jene Marken und Gruppen, die mehr oder weniger alles selber herstellen können.
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