Mitgründer Daniel Ek gibt sich gelassen
Mitgründer Daniel Ek wird mit dem IPO zum Milliardär. Er selbst sieht dem Börsengang gelassen entgegen, wie er am Ostermontag in einem Blogpost an seine Mitarbeiter verlauten liess. «Ich bin stolz auf das, was wir in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben. Aber was mir noch wichtiger ist, dass morgen nicht der wichtigste Tag für Spotify wird». Auch wenn man morgen auf einer grösseren Bühne stehe, werde sich nichts daran ändern, «wer wir sind, worum es uns geht oder wie wir arbeiten», schreibt Ek. Deshalb mache man die Dinge ein wenig anders, so der Mitgründer.
Ek versucht die Bedeutung des heutigen Börsengangs herzunterzuspielen, weil er genau weiss, dass der Appetit von Anlegern nach Tech-Aktien zurzeit nicht sehr gross ist, nachdem die grossen Tech-Titel bereits Milliarden an Wert verloren haben.
Wenn jetzt auch noch die ansonsten normale Vorlaufzeit wegfällt, ist es deutlich schwieriger, das schwedische Startup zu bewerten. Das kann den Verkauf der Anteile der Gründer erschweren. Zudem wird auch der Support seitens der Banken und der Börse für einen solch hochkarätigen Neuling entfallen. Die Champagnerkorken werden nicht knallen, und es fällt auch kein Konfetti vom Börsenhimmel wie etwa beim IPO von Facebook oder Zalando. Deshalb würden die Schweden ein wahres Wunder vollbringen, wenn Spotify heute zur Kursrakete wird.