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Trotz Katastrophen: Swiss Re verdreifacht den Gewinn

Flutschäden in Australien: Naturkatastrophen verdarben Swiss Re den Jahresauftakt. (Bild: Keystone)

Deutlich über den Erwartungen: Swiss Re hat trotz hoher Lasten aus Naturkatastrophen 2011 den Gewinn enorm gesteigert. Die Aktionäre des Rückversicherers sollen nun eine höhere Dividende erhalten.

Veröffentlicht 23.02.2012

Obwohl Katastrophenschäden Swiss Re im vergangenen Jahr Milliarden gekostet haben, glänzt der Rückversicherer mit einem Gewinnsprung. Unter dem Strich verdreifachte der Konzern das Ergebnis auf 2,63 Milliarden Dollar - Analysten hatten mit lediglich 1,84 Milliarden gerechnet.

Die Erdbebenkatastrophen in Neuseeland und Japan sowie den Fluten in Australien hatten dem Konzern den Jahresauftakt verdorben und für rote Zahlen gesorgt. Swiss Re fing sich seit dem zweiten Quartal aber wieder auf, nicht zuletzt dank umfangreicher Reserveauflösungen und einer günstigen Steuerquote.

Auch die günstige Entwicklung der Kaptialanlagen stützte den Rückversicherer. Im Vorjahr hatten zudem die Kosten für die Rückzahlung einer Anleihe Swiss Re belastet. 2009 hatte sich der Konzern angesichts von hohen Verlusten in Zusammenhang mit der amerikanischen Subprimekrise beim Investoren Warren Buffett Geld besorgen müssen.

Im Sachgeschäft allerdings zeigten sich nun allerdings die Folgen der teuren Naturkatastrophenschäden des vergangenen Jahres, wie aus den am Donnerstag präsentierten Jahreszahlen hervorgeht: Die Schadenleistungen und administrativen Kosten der Swiss Re überstiegen das Prämienvolumen.

Preise ziehen wieder an

Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) liegt für 2011 bei 101,6 Prozent. Das operative Resulat des Sachgeschäfts fiel um fast die Hälfte auf 1,3 Milliarden Dollar. Nach den zahlreichen Naturkatastrophen ziehen die Preise für den Risikoschutz aber wieder an. Er beobachte eine «verhaltene, aber breit abgestützte Wende im Markt» für Rückversicherungspreise, sagte Swiss-Re-Konzernchef Michel Liès.

Der Luxemburger führt seit 1. Februar als Nachfolger von Stefan Lippe den zweitgrössten Rückversicherer der Welt. Lippe hatte das Unternehmen nach der Krise 2008/09 wieder auf Kurs gebracht und den Konzern neu strukturiert.

Den Aktionären soll eine Dividende im Umfang von drei Franken je Aktie nach 2,75 Franken im Vorjahr ausbezahlt werden. Swiss Re wolle weiter Kapital in Geschäftssparten mit hohen Renditen investieren. Werde dies nicht gelingen, sei die Auszahlung von Sonderdividenden 2012 denkbar, hiess es.

(tno/muv/sda/awp)

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