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In der Anzeige stellt der Uhrenkonzern Trumps Lebensmotto dem WEF-Slogan gegenüber. Bereits letztes Jahr gab es eine Swatch-Sonderuhr.
Diese ganzseitige Werbeanzeige hat Swatch in verschiedenen Schweizer Zeitung geschaltet – unter anderem im Blick.
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Swatch-Chef Nick Hayek (71) ist kein Freund von Donald Trump (79) und dessen Wirtschaftspolitik: Zum 39-Prozent-Zollhammer des US-Präsidenten am 1. August 2025 hatte der Uhrenmagnat eine klare Meinung. «Jetzt ist der Moment, in die Offensive zu gehen», sagte Hayek damals zu Blick. Seither hat der Swatch-Patron stets dafür plädiert, dass die Schweiz mehr Gegenwehr leisten soll. Und genau das hat sein Konzern wieder getan – mit einer Werbeanzeige der besonderen Art.
Die ganzseitige Anzeige, die in mehreren Schweizer Zeitungen – etwa im Blick – erschienen ist, zeigt eine weisse Swatch-Uhr. Auf dieser sind in einer Endlosschleife die Worte «Me, myself and I» in unterschiedlicher Reihenfolge abgedruckt. Es ist ein deutlicher Seitenhieb gegen Trump, dem immer wieder eine egoistische «Ich, ich und ich»-Mentalität unterstellt wird.
Diese ganzseitige Werbeanzeige hat Swatch in verschiedenen Schweizer Zeitung geschaltet – unter anderem im Blick.
BlickLetztes Jahr brachte der Bieler Uhrenkonzern eine Sonderedition raus, die gegen die US-Zölle auf Schweizer Produkte protestierte.
ZVGAuf dem Zifferblatt sind die Zahlen 3 und 9 vertauscht. Statt 93 liest man also die Zahl 39.
SwatchIn der Anzeige wird auch das WEF kritisiert.
Benedikt von LoebellSie nimmt den WEF-Slogan «A Spirit of Dialogue» («Der Geist des Dialogs») auf.
PDSwatch-CEO ist kein Freund des Treffens in Davos ...
Keystone... und auch nicht von Donald Trump.
keystone-sda.chMit der Zeitungsannonce bewirbt der Uhrenhersteller auch sein neues Design-Tool AI-Dada.
Getty ImagesBereits letzten September übte Swatch auf kreative Weise Kritik am US-Präsidenten. Der Konzern lancierte damals in der Schweiz eine Sonderuhr, um gegen den Zoll von 39 Prozent zu protestieren. Die Uhr war ein voller Erfolg: Sie war nach weniger als 48 Stunden komplett ausverkauft.
Die Swatch-Werbung ist gleichzeitig auch eine Spitze gegen das WEF, an dem der US-Präsident am Mittwoch seine aufsehenerregende Rede hielt. Unterhalb der Uhr steht nämlich der Satz «A Spirit of Dialogue» («ein Geist des Dialogs») – der diesjährige Slogan des Wirtschaftstreffens in Davos. Zwischen den Zeilen drückt der Bieler Uhrenkonzern damit den Widerspruch zwischen dem eigenbrötlerischen Gebaren von Trump und dem WEF-Anspruch, ein Ort des Austauschs zu sein, aus – in dadaistischer Form.
Überschrieben ist die Anzeige deshalb auch mit: AI-Dada. Unter diesem Namen hat Swatch im letzten November ein neues Design-Tool lanciert. Dieses ermöglicht Nutzern, mittels künstlicher Intelligenz eigene Swatch-Uhren zu kreieren. Das funktioniert so: Man gibt im Tool seine Idee mit ein paar Stichworten ein. Die KI erstellt dann in weniger als zwei Minuten ein individuelles Uhrendesign, das man dann für 170 Franken kaufen kann.
Nicht zum Verkauf steht hingegen die «Me, myself and I»-Uhr aus der Anzeige. Es gibt davon zwar eine echte Version, aber bloss ein einziges Exemplar. Das Unikat bewahrt der Swatch-Chef in seinem Büro am Hauptsitz in Biel BE auf, wie das Portal «ajour.ch» berichtet.
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Und was sagt Swatch selbst zu ihrer Werbeanzeige? Auf Anfrage von Blick untermalt der Konzern seine WEF-Kritik. Der einzige Kommentar: «DADAvos.» Für den Rest solle man seine Fantasie spielen lassen. Dazu muss man wissen: Nick Hayek boykottiert das WEF konsequent. Er hat noch nie daran teilgenommen.
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