Restrukturierungen, Ladenschliessungen, Entlassungen, Konkurse: Den Schweizer Modehändlern geht es miserabel. Bauchschmerzen bereitet ihnen der starke Franken, der Einkaufstourismus sowie die Konkurrenz durch den Onlinehandel. Patentrezepte gibt es keine.
Bata, Blackout, Happy Baby,
Vögele, Switcher, aber auch viele kleinere, weniger bekannte Geschäfte - die Liste der Schweizer Modehändler, die restrukturieren oder gar den Laden dicht machen, wird immer länger. Und ein Ende des Trends ist vorerst nicht in Sicht.
Im April haben die Detailhändler in der Schweiz erneut weniger Ware verkauft, es ist der vierte Monat mit einer Einbusse. Innert Jahresrist sanken die Umsätze gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) um 2,4 Prozent. Der andauernde Krebsgang überrascht angesichts der jüngsten Analyse des Marktforschungsinstituts GfK nicht. 2015 gaben die Schweizer im Ausland 1,82 Milliarden Franken für neue Kleider aus. Der Einkaufstourismus von Schweizer Konsumenten im Ausland belief sich auf insgesamt 10,7 Milliarden Franken. Das entspricht einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber 2013.